Die Nutzung des neu entstandenen Terroir f Aussichtspunktes beschäftigte den Ramsthaler Gemeinderat in seiner letzten Sitzung. Die Räte Edwin Metzler und Rainer Keller hatten im Auftrag des Gremiums eine Platzordnung entworfen und stellten diese nun zur Diskussion. Generell soll zwischen einer privaten und einer gewerblichen Nutzung unterschieden werden.
Bei der Nutzung mit Ausschank aus dem Privatbereich soll dies nur über einen Verein möglich sein. Unberührt davon soll die Nutzung der Anlage für Pausen bei Wanderungen oder Weinbergführungen sein. Auch ein Gebührenvorschlag für die Nutzung wurde entwickelt. Den Gemeinderäten wurde der Entwurf zur Verfügung gestellt, der in einer der nächsten Sitzungen weiter behandelt werden soll. Gemeinderat Erich Krebs regte an, im Aussichtspunkt einen Hinweis auf geöffnete Gastronomie im Ort anzubringen.
Der Kassenprüfungsausschuss des Gemeinderates hat sich mit dem Jahresbericht des Vereins "erLebenskunst" befasst. Die Gemeinde hat mit dem Verein die Regelung getroffen, dass Kosten, die über den Mieteinnahmen liegen, in einem beschränkten Umfang bis 3000 Euro von der Gemeinde getragen werden. Für 2016 lag der Betrag bei 491,71 Euro. Der Gemeinderat stimmte der Kostenübernahme zu.


Schlaglöcher in der Straße

Bernhard Sixt, der seinen Betrieb als Aussiedlerhof betreibt, hat ein Schreiben an die Gemeinde gerichtet, in dem er den schlechten Zustand der Straße zu den Höfen reklamiert. Ein weiter Teil der Straße weist größere Schlaglöcher auf, die eine Gefährdung für die Verkehrsteilnehmer darstellen. Nach Information des Bürgermeisters Alfred Gündling liegt der Aufwand für eine weitgehende Sanierung dieser Strecke in einem mittleren fünfstelligen Eurobereich. Das Gremium will dieses Thema nun im nichtöffentlichen Teil der Sitzung weiterbehandeln.
Die Freiwillige Feuerwehr Ramsthal legte dem Gemeinderat eine Bedarfsliste für Neu- und Ersatzanschaffungen vor. Der Gemeinderat stimmte der Übernahme des Betrages von rund 1600 Euro zu.
Vom Betreiber der Ramsthaler Windkraftanlage wird in jedem Jahr ein Betrag für kulturelle oder gemeinnützige Zwecke zur Verfügung gestellt. Ein beauftragter Gemeinderatsausschuss schlug vor, den Betrag von 3500 Euro für die Anschaffung von zwei Bänken für den Friedhof, sowie Bänke und Kleiderhakenleisten für den Kindergarten zu verwenden. Gemeinderat Bernhard Gößmann-Schmitt kritisierte die vorgesehene Verwendung und fordert den Einsatz der Mittel für Vereine und Jugendarbeit. Der Gemeinderat beschloss trotzdem die vom Ausschuss vorgeschlagene Mittelverwendung.


Sanierung der Schule

Der Bürgermeister informierte kurz über die letzte Sitzung der Verwaltungsgemeinschaft. Hier hatte die möglicherweise erforderliche Sanierung der Turnhalle an der Einhard Schule bei einer Ortsbegehung für Diskussionen gesorgt. Für die Maßnahme ständen Beträge von 200 000 Euro für eine Dachsanierung bis 1,5 Millionen Euro für eine Komplettsanierung im Raum. Ramsthal wäre als Mitglied des Schulverbandes an diesen Kosten beteiligt. Der Ramsthaler zweite Bürgermeister Martin Thürmer, der auch als Vertreter der Gemeinde in die VG-Versammlung entsandt ist, stellte klar, dass zunächst erst einmal der Auftrag zu einer konkreten Kostenschätzung erteilt wurde. Nach deren Auswertung werde das weitere Vorgehen festgelegt.
Zum Anschluss der neuen Photovoltaik-Anlage auf der ehemaligen Erdaushubdeponie soll ein Kabel von diesem Standort durch den Wald zum Windrad 1 verlegt werden. Bäume würden hierbei nicht gefällt, informiert der Bürgermeister. Er sagte, dass er die Polizei zu verstärkten Verkehrsmessungen des fließenden und ruhenden Verkehrs aufgefordert habe und verstärkte Geschwindigkeitsmessungen gefordert habe.
Der Weiße Sonntag findet in Ramsthal Anfang Mai statt. Bis dahin hatten viele Bürger erwartet, dass die Sanierung der Kircharkaden abgeschlossen sein würde. Das in der Kritik stehende Architekturbüro hatte die Rückmeldungen der ausführenden Bauunternehmen zusammengefasst und diese dem durch die Gemeinde beauftragten Gutachter zugeleitet. Der Gutachter zeigte sich mit den Rückmeldungen weitgehend einverstanden. Dem Gemeinderat ist jedoch nicht klar, ob auf die Gemeinde weitere Kosten zukommen werden. Der Bauausschuss wird sich bei einem Lokaltermin der Sache weiter annehmen. Mit einem baldigen Abschluss der Baumaßnahme sei nicht zu rechnen.
Die Sachs Franken Classic Rallye 2017 soll wieder durch die Gemeinde führen. Der Gemeinderat stimmte zu.
Kevin Krebs stellte den Antrag eine Fläche zwischen seinem Grundstück und der Straße als Stellplatz nutzen zu dürfen und sie für diesen Zweck zu befestigen. Der Gemeinderat wird dem Antragsteller diese Fläche zur Pacht anbieten.
Dem Antrag von Heiko Wahler zur Errichtung eines Sichtschutzes an seiner Gartenparzelle und zur Befreiung von Bedingungen im Bebauungsplan Kleingärten stimmte der Gemeinderat nicht in der beantragten Version zu. Einige befürchteten die Schaffung eines Präzedenzfalles. Wahler wollte einen Sichtschutz mit zwei Metern errichten, der Bebauungsplan erlaubt maximal 1,2 Meter. Mit einem Kompromissvorschlag von 1,6 Metern erklärte sich der Gemeinderat einverstanden.