Über 200 Veranstaltungen für Schulklassen, Jugendgruppen und Firmlinge: Die Bilanz der Jugendbildungsstätte Volkersberg zum vergangenen Schuljahr kann sich sehen lassen. Rund 4500 Kinder und Jugendliche nahmen an diesen Angeboten teil. Dies alles ist nur durch viele Ehrenamtliche möglich.

Die verschiedenen Angebote - Tage der Orientierung, ein Gemeinschaftstraining für Schulklassen, Aktivitäten im Hochseilgarten, ein Zirkusprojekt, Firmwochenenden oder Ferienfreizeiten - im vergangenen Schuljahr waren sehr gut besucht. Die jährlich über 200 Bildungsveranstaltungen auf dem Volkersberg wären alleine durch hauptberuflich angestellte Pädagogen nicht durchzuführen. Die meisten Angebote werden mit Unterstützung von Ehrenamtlichen eigenständig organisiert und durchgeführt.


Ständige Qualifizierung

So verschieden die Angebote am Volkersberg sind, so unterschiedlich ist auch das Team der dort freiwillig Arbeitenden. Darunter sind Schüler, Studierende, aber auch fertig ausgebildete Fachkräfte wie zum Beispiel Sozialpädagogen oder Theologen. Die Ehrenamtlichen werden für ihre Arbeit qualifiziert und können kostenfrei regelmäßig an Fort- und Weiterbildungen teilnehmen. " Das abwechslungsreiche Arbeiten, die Gemeinschaft und die Atmosphäre sind mir am Volkersberg wichtig. Man lernt für sich selbst und gibt anderen auch etwas mit!", sagt zum Beispiel Lena Laubender zu ihrer Arbeit. Sie ist seit Herbst 2015 dabei.


Neue Methoden vorgestellt

Am vergangenen Wochenende trafen sich rund 70 Volkersberg-Ehrenamtliche, um sich für ihre Mitarbeit fit zu machen. In Workshops beschäftigte man sich mit dem Umgang mit schwierigen Teilnehmern, kreativem Visualisieren auf Flipcharts und Pinnwänden, Prävention sexueller Gewalt und spirituellen Arbeiten mit jungen Menschen. Darüber hinaus wurden einige neue Methoden, Kooperationsübungen und neue Spiele vorgestellt.


Das Fundament der Arbeit

Den Samstagabend nutzte das Hauptamtlichenteam, um sich bei den Ehrenamtlichen für die engagierte Mitarbeit zu bedanken. Bei einem Festabend stellte Klaus Hofmann, der Leiter der Jugendbildungsstätte Volkersberg, fest, dass die Ehrenamtlichen das Fundament der Kinder- und Jugendarbeit in der Einrichtung seien. "Viele Kinder und Jugendliche kommen mehrmals im Jahr zum Volkersberg und sehen uns als ein Stück Heimat an", sagte Hofmann.


Den Gästen Kraft geben

Gemeinsam mit dem hauptberuflichen Bildungsteam stellen sich die Ehrenamtlichen den Fragen des Lebens von Kindern und Jugendlichen. Sie wollen den jungen Volkersberggästen Kraft geben, vertrauensvoll und selbstbewusst in die Zukunft zu gehen. " Für mich ist es am Volkersberg wie zu Hause, es herrscht für mich so ein 'Heimkommen-Klima', weil man sich immer mit allen Leuten versteht, ernstgenommen und akzeptiert wird", sagt Benedikt Müller zu seinem Engagement auf dem Volkersberg. Er ist seit 2008 ein ehrenamtlicher Helfer. Durch einen partnerschaftlichen, wertschätzenden und von jeglichem Rekrutierungsgedanken losgelösten Umgang mit den Jugendlichen will man dazu beitragen, dass sie neugierig, mutig und verantwortungsbewusst ihr Leben gestalten. Die Jugendbildungsstätte Volkersberg ist immer wieder auf der Suche nach neuen Ehrenamtlichen. Im Frühjahr 2017 werden auch wieder Ausbildungen zum Hochseilgartentrainer und Zirkustrainer angeboten. Interessierte können sich melden (E-Mail info@volkersberg.de oder unter Tel.: 09741/ 913 200). Ralf Sauer