Während die drei Anlagen in der nördlichen Zone auf der Gemarkung Rottershausen bereits im Bau sind, möchte die Energieallianz Bayern als Bauträger auf Eltingshäuser Grund zwei Windräder aufstellen.


Drei Windräder heuer ans Netz

Bürgermeister Franz Kuhn (CSU) erinnerte an das Gesamtprojekt, das auf dem Regionalplan fußt und noch vom früheren Gemeinderat 2013 mit Vergabe an die "Energieallianz Bayern" als Bauherr eingeleitet wurde. Ursprünglich sollten sechs Windräder entstehen. Naturschutzrechtliche Bedenken führten dazu, den südlichen Teil abzutrennen. Für die nördliche Zone wurden Flächennutzungs- und Bebauungsplan überarbeitet und im Dezember 2015 genehmigt. Inzwischen läuft der Bau: Fertig sind Zuwegung, Rodungen und Fundamente. Die drei Windräder sollen in nächster Zeit aufgestellt werden und noch in diesem Jahr ans Netz gehen.


Gespräche laufen

"Jetzt möchte die Allianz den Windpark nach Süden auf der Gemarkung Eltingshausen um zwei statt der ursprünglich drei Anlagen erweitern. Mit den beiden neuen Standorten hofft der Bauträger, das Genehmigungsverfahren erfolgreich zu durchlaufen", informierte Kuhn. Mit Behörden und Verbänden würden im Vorfeld Gespräche laufen, "deren aktuelle Ergebnisse uns allerdings nicht bekannt sind". Wie schon im Norden liegen die Standorte im Gemeindewald. Die Zufahrten sind von der Schwarzen Pfütze aus vorgesehen. Bedenken verdeutlichte Reinhard Landgraf (Überörtliche): "Ob das Projekt naturschutzrechtlich machbar ist, erscheint mir fraglich, gibt es doch dort schützenswerte Vogelarten wie den Mittelspecht." Auf weitere Nachfragen verdeutlichte der Bürgermeister, dass alle Planungskosten von der Energieallianz getragen werden und damit bei ihr alle Risiken liegen. Die Beurteilungen durch die Fachbehörden werden maßgeblich sein.

Bei Gegenstimmen durch Reinhard Landgraf und Nils Seidl (BBO) stimmte der Gemeinderat zu, das Verfahren zur 13. Änderung des Flächennutzungsplans mit den beiden neuen Standorten wieder aufzunehmen und parallel dazu einen Bebauungsplan aufzustellen.

Alle Träger öffentlicher Belange, also Behörden und Nachbargemeinden, werden um Stellungnahmen zum Sondergebiet "WK 43 Süd" gebeten. Ebenso können Bürger ihre Haltung während der öffentlichen Auslegung des Konzeptes, das das Fachbüro Regiokonzept aus Wölfersheim (Hessen) erstellt, vorbringen. Ebenfalls einen Windpark plant die Nachbargemeinde Poppenhausen im Vorranggebiet "Maibacher Höhe" nahe der B 286, die zur A 71 führt. Gegen Änderung des Poppenhäuser Flächennutzungsplans und Aufstellung eines Bebauungsplans für drei Windräder bestanden keine Einwände, zumal Oerlenbacher Belange wie Abstand zu Ebenhausen mit fünf Kilometern nicht berührt werden.

Der Bürgermeister informierte weiter, dass die Firma Hegler Plastik GmbH ihre Lagerflächen um eine weitere Zone gemäß bereits genehmigtem Bauplan und damit im Freistellungsverfahren erweitern möchte. Die Zone passt sich als offene Schotterfläche den bereits bestehenden Bereichen an.