Laura Wilm ist die neue Gemeindejugendpflegerin im Markt Burkardroth. Sie übernimmt diese Aufgabe von Tobias Meierl, der die Jugendlichen der Großgemeinde in den vergangenen sechs Jahren betreut hat und die Region nun Richtung Arnstein verlassen wird. Von den Gemeinderäten des Marktes Burkardroth verabschiedete sich der 33-Jährige in der vergangenen Woche persönlich. "Ich habe mich hier sehr wohlgefühlt", sagte er in der Gemeinderatssitzung und stellte bei dieser Gelegenheit auch gleich seine Nachfolgerin vor. "Ich hoffe, dass sie den einen oder anderen Jugendraum aus dem Boden stampfen kann. Ich hoffe, dass etwas in Stangenroth geht", fügte er hinzu.
Laura Wilm ist 23 Jahre alt, stammt aus Nüdlingen und hat eine Ausbildung zur Erzieherin an der Fachakademie in Bamberg absolviert. Erste Erfahrungen in der Arbeit mit Jugendlichen konnte sie bereits bei der Kommunalen Jugendarbeit Schweinfurt sammeln. Seit 1. September ist sie beim Verein Pro Jugend angestellt und somit für die Jugendarbeit in den Kommunen Markt Burkardroth, Euerdorf und Elfershausen zuständig.
"Das ist nicht einfach, denn die Zeit ist sehr knapp bemessen", begrüßte Bürgermeister Waldemar Bug (ödp) die neue Mitarbeiterin. Für die Arbeit der Gemeindejugendpflegerin im Markt Burkardroth sind weiterhin nur zehn Stunden pro Monat eingeplant. "Davon sitzt sie auch noch eine Stunde pro Woche zur Sprechstunde im Rathaus", fügte das Ortsoberhaupt hinzu. Somit bleiben für die Arbeit "draußen" nur etwa sechs Stunden im Monat übrig, macht bei zwölf Gemeindeteilen eine halbe Stunde pro Ort.


Alleinstellungsmerkmal

Dennoch habe ihr Vorgänger gute Arbeit in den Gemeinden des Marktes geleistet. So hat er beispielsweise an vielen Nutzungsordnungen für Räume mitgewirkt, unter anderen für die der Multifunktionsspielplätze.
Fünf davon wurden in den vergangenen acht Jahren in den Ortsteilen Wollbach, Premich, Lauter/Katzenbach, Waldfenster und Oehrberg errichtet, ein weiterer ist für Gefäll geplant. "Die Multifunktionsspielplätze sind ein großer Vorteil und Alleinstellungsmerkmal. Die gibt es sonst nirgendwo im Landkreis", lobte Jugendamtsleiter Siegbert Goll den Markt Burkardroth. Er ist der Geschäftsführer des Vereins Pro Jugend und begleitete Laura Wilm bei ihrem Antrittsbesuch beziehungsweise Tobias Meierl bei seiner Verabschiedung in der Gemeinderatssitzung.
"Laura wird der Marktgemeinde und der Jugend hier gut tun", versicherte Goll dem Gremium und begründete seine Aussage damit, da sie die Sprache der Jugend spreche. Zugleich appellierte er an die Räte, als Vermittler tätig zu sein und Wilm bei ihrer Arbeit zu unterstützen.


Bessere Verzahnung erwünscht

"Die Jugendarbeit in den Ortsteilen kann sie nicht alleine schultern", fügte er hinzu. Es sei wichtig, dass die Ortsreferenten und auch der Jugendbeauftragte des Marktes, Martin Wehner, eng mit ihr zusammenarbeiten, aber auch die örtlichen Vereine. "Sie sollten sich bei Veranstaltungen auch für Jugendliche öffnen, die ihnen nicht angehören", so der Pro-Jugend-Geschäftsführer. Nur so lasse sich die Jugendarbeit der Verbände und Kommunen besser verzahnen.
Als weitere Option sieht Goll die Zusammenarbeit in der Allianz Kissinger Bogen. Über diese würden auch für Jugendliche Projekte angeboten, wie etwa zuletzt der Fotowettbewerb "Heimat - Zeige deine Welt", der von der Bücherei Nüdlingen und dem dortigen Gemeindejugendreferenten René Felcht initiiert worden war. Abschließend forderte er die Gemeinderäte des Marktes Burkardroth dazu auf, der neuen Gemeindejugendpflegerin Zeit zu geben, um sich einzuleben. Zudem bat er um Verständnis, dass Wilm noch keine Detailfragen zu ihrer Arbeit beantworten kann. "Eine konkrete Einschätzung ihrer Arbeit können wir erst in einem Jahr erwarten", so Goll.