Gleich zweimal innerhalb von nur 24 Stunden wurden Kernstadtwehr und Stadtteilwehr zu vermeintlichen Bränden in den Stadtteil Winkels beordert.
Am frühen Mittwochnachmittag stellten Hausbewohner eine Verqualmung und Brandgeruch in einem Mehrfamilienhaus in der Tilman-Riemenschneiderstraße fest: Die Kissinger Wehr hatte den vermeintlichen "Brandherd" schnell unter Kontrolle - Popcorn wurde etwas zu lange in der Mikrowelle belassen, so dass es unangenehm roch. Die Freiwillige Feuerwehr Garitz, die durch die Integrierte Leitstelle per Sirene alarmiert worden war, brauchte nicht mehr in den Stadtteil Winkels ausrücken. "Ein Programmierfehler in Schweinfurt", kommentierte Stadtbrandinspektor Harald Albert die Alarmierung der Garitzer Wehr.
Fast genau 24 Stunden später und nur zwei Straßen weiter, eine ähnliche Situation: "Im Premes" informierten besorgte Nachbarn die Rettungsleitstelle über Brandgeruch in einem Mehrfamilienhaus. Diesmal rückte allerdings "die richtige Wehr", nämlich Winkels zusammen mit der Kernstadtwehr aus.
Von der Kissinger Polizeiwache, die gerade ihre Weihnachtsfeier hatte, kamen ebenfalls mehrere Streifen, und das Rote Kreuz war ebenfalls mit vier Fahrzeugen vor Ort. Insgesamt also rund ein Dutzend Einsatzfahrzeuge stand kurz hinter der Münnerstädter Kreuzung und kam nicht zum Brandherd, denn fatalerweise öffnete die Dame, deren Essen nur auf dem Herd angebrannt war, in der ersten Aufregung die Wohnungstüre nicht.
Einsatzkräfte, die schon über Leitern auf dem Balkon im ersten Stock standen und gerade dabei waren, den Rollo hochzuwuchten, konnten gerade noch gestoppt werden, als dann doch noch die Wohnungstüre geöffnet wurde. So entstand außer einem verbrannten Essen kein größerer Sachschaden.
Die rund 50 Einsatz- und Rettungskräfte konnten nach einer knappen Viertelstunde wieder abrücken.