Der Gesangverein Garitz ist einer der wenigen Gesangvereine, die ihre Mitgliederzahl halten, ja sogar in jüngster zeit minimal steigern konnten. Derzeit besteht der Verein aus 214 (Vorjahr 213) Mitgliedern, wobei 111 Sänger/Sängerinnen in den drei Chören aktiv sind. Größter Chor, mit 46 Frauen und Männern, ist dabei der vor rund zehn Jahren gegründete Chor "InTakt", 35 Männer und 30 Frauen singen jeweils im reinen Männer-, bzw. Frauenchor ließ bei der Generalversammlung Vereinsvorsitzender Georg Riedmann wissen.
Aber, die Garitzer Sänger stehen nicht nur auf dem Papier, bzw. auf dem Sängerpodest, sie besuchten an diesem Abend auch recht zahlreich den Übungsraum in der ehemaligen Gemeindekanzlei. 61 Mitglieder waren zur Generalversammlung gekommen, und das obwohl, oder in diesem Fall sollte man sagen, weil Neuwahlen anstanden. Hier aber hatte der bisherige Vorstand gut gearbeitet, soll heissen, es standen für so gut wie alle Posten bereits Kandidaten fest - was eigentlich nicht schwierig war, da sich mit Ausnahme von Pressewartin Regina Bolgen (Vereinsaustritt) und Vergnügungsleiter Horst Bernhard alle zur Wiederwahl stellten.


Alle einstimmig gewählt

So wurden laut Satzung in geheimer Wahl Georg Riedmann wieder zum 1. Vorsitzenden, Manfred Simon zum stellvertretenden Vorsitzenden, Dr. Peter Beckmann zum Kassier und Jürgen Dobler zum Schriftführer wiedergewählt. "Nur noch bis zur nächsten Wahl im Jahr 2019 übernehme ich den Posten des 1. Vorsitzenden", ließ Georg Riedmann, der dieses Amt bereits seit 1978 innehat, die Anwesenden wissen. "Auch alle anderen, egal ob Hauptvorstandschaft oder nur Mitglied der Vorstandschaft, sind schon gefühlte 100 Jahre im Verein aktiv", ließ Wahlleiter Erich Rüth wissen, als sich Karl Eyrich als Vertreter der passiven Mitglieder zur Wiederwahl stellte, ebenso die beiden Rechnungsprüfer Janina Oczko und Helmut Beck. Neu als Pressewart für den Gesangverein ist nur Hermann Schober, der wie alle anderen an diesem Abend Gewählten einstimmig mit einer Enthaltung gewählt wurde.


Vergnügungsleiter gesucht

Lediglich das Amt des/der Vergnügungsleiter/in blieb an diesem Tag unbesetzt. Nach 30 Jahren stellte sich Horst Bernhard nicht mehr zur Wahl. Er werde zwar weiterhin im Übungsraum für die durstigen Kehlen sorgen, aber das Organisieren der doch zahlreichen Vereinsausflüge wolle er in jüngere Hände geben.
So flossen dann doch ein paar Tränen, sowohl beim neuen/alten Vorsitzenden wie auch beim scheidenden Vergnügungsleiter, der in seinem Schlusswort dann sogar die vom Vorsitzenden Georg Riedmann auf ihn gehaltene Laudatio verbesserte: "Man habe in den 30 zurückliegenden Jahren, nicht nur wie gesagt, ein sehr freundschaftliches Verhältnis innerhalb des Vereines aufgebaut, man sei sogar richtige Freunde geworden".