Das neue Fahrzeug ersetzt ein älteres Modell, das - in die Jahre gekommen - bereits veräußert wurde. Nach der Heiligen Messe segnete Tadek das neue Fahrzeug. Pfarrer Tadek heißt eigentlich Tadeusz Kozlowski, ein polnischer Priester, der regelmäßig im August die Urlaubsvertretung für Ortspfarrer Dominik Kesina wahrnimmt. Durch den Einsatz des neuen Transportfahrzeugs werde man in Unglücksfällen helfen können, sagte er. Und: Gott möge alle vor Unglück und Katastrophen bewahren.
Wie Bürgermeister Günter Kiesel (CSU) in seiner Ansprache ausführte, handelt es sich bei dem Mannschaftstransporter um ein Fahrzeug der Firma Mercedes-Benz Sprinter, Typ 316 CDI mit 163 PS, das neun Sitzplätze hat. Die Kosten für die Neuanschaffung belaufen sich laut Bürgermeister Kiesel inklusive Ausbaukosten durch die Firma Frey auf 49 200 Euro. Den voraussichtlichen Zuschuss bezifferte er mit 11 550 Euro und den Zuschuss des Haarder Feuerwehrvereins mit 6000 Euro.
"Was lange währt, wird endlich gut", sagte Christoph Hillenbrand, der Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Haard. Die Anschaffung sei kostspielig gewesen, doch könne man davon ausgehen, dass das Fahrzeug zweckmäßig genutzt werde. Bei Pfarrer Tadek bedankte er sich für den göttlichen Segen.

Neue Herausforderungen

"Wer schon einmal in Not gewesen ist," sagte Günter Kiesel, "dem werden Minuten des Wartens zur Ewigkeit". Die Feuerwehr sei komplexer geworden und es stellten sich neue Herausforderungen an die Wehr. Die Gemeinde müsse dafür sorgen, dass die Feuerwehrleute rasch zu ihrem Einsatzort gefahren würden. Daher sei er über dieses Fahrzeug sehr froh. Mit Glückwünschen verbunden überreichte er die Fahrzeugschlüssel an den Kommandanten.

Besonderes Ehrenamt

Ein Grußwort der Kreisfeuerwehrführung entbot Kreisbrandrat Benno Metz, der auch die Glückwünsche von Kreisbrandinspektor Edwin Frey und Kreisbrandmeister Guido Schneider überbrachte. "Der Feuerwehrdienst ist ein besonderes Ehrenamt", betonte Benno Metz, der auch auf die 78 000 Feuerwehr-Helfer bei der letzen Flutkatastrophe einging. Für die Anschaffung des Transportfahrzeuges bedankte er sich bei Bürgermeister Günter Kiesel.
Am Gottesdienst, der Fahrzeugsegnung und dem Feuerwehrfest nahmen zwölf benachbarte Feuerwehren mit ihren Fahnenabordnungen teil.