Das Bäderland Bayerische Rhön und die Franziskaner Klosterbetriebe sind nun Kooperationspartner. Auf dem Gipfel des Kreuzbergs unterzeichneten sie eine entsprechende Vereinbarung und bekräftigten das Ziel, im Rahmen gemeinsamer Marketingmaßnahmen für die Gesundheitsregion und das Kloster Kreuzberg als aktive und meditative Ausflugsdestination zu werben.
Die Ansprachen und Grußworte gab es im Bruder-Franz-Haus. Gekommen waren Vertreter der beiden Landkreise Bad Kissingen und Rhön-Grabfeld, die Bürgermeister und Kurdirektoren der fünf Kurorte im Bäderland Bayerische Rhön, Vertreter der Franziskaner Klosterbetriebe sowie der Bayern Tourismus Marketing.


Weiterer Baustein

Thomas Beck, Sprecher der AG Heilbäder, stellte die Hintergründe vor, die dieser Kooperationspartnerschaft voraus gingen. Die fünf Kurorte des Bäderlands Bayerische Rhön (Bad Bocklet, Bad Brückenau, Bad Kissingen, Bad Königshofen und Bad Neustadt) betreiben seit zwölf Jahren ein gemeinsames Marketing, mit einem Werbebudget von 100 000 Euro jährlich. "Wir haben bisher 1,2 Millionen Euro in das Marketing gesteckt", so Beck. Kooperationen mit der freien Wirtschaft seien ein Baustein, und so sei im vergangenen Jahr mit dem Mineralbrunnen Bad Brückenau als erster Werbepartner eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet worden. In diesem Jahr nun die Marketingkooperation mit dem Kreuzberg beziehungsweise der Franziskaner Klosterbetriebe.
Der Kreuzberg mit dem Franziskanerkloster und dem Bruder-Franz-Haus gelte als Ort der Besinnung und Spiritualität. Er biete Gästen die Möglichkeit zur Ruhe zu kommen. Die beruhigende Landschaft, die dort vorhandene Stille sowie das einmalige Ambiente lassen den meist stressigen Alltag in den Hintergrund treten. Damit vereine das Kloster Kreuzberg viele Aspekte, die im Fokus der Gesundheitsregion Bäderland Bayerische Rhön stehen.
Nach der Vertragsunterzeichnung seien gemeinsame und gegenseitige Werbemaßnahmen geplant, wodurch sich für beide Kooperationspartner zahlreiche Vorteile ergeben. Es sollen neue Zielgruppen erreicht und neue Gäste sowohl für die Kurorte als auch für die Franziskaner Klosterbetriebe gewonnen werden.
Beck sprach von gemeinsamen Zielgruppen, die Orte der Besinnung und Spiritualität suchen. Entschleunigung sei von jeher das große Thema der Heilbäder. So erinnert Beck an das klassische Bild von Kurgästen, die mit einem Glas Wasser in der Hand in den Wandelhallen spazieren gehen, zur Ruhe und zu sich selbst kommen. Der Kreuzberg sei ein idealer Kooperationspartner, der schon heute mit einer Buslinie an die Bäder angeschlossen sei. Von Seiten des Landkreises Rhön-Grabfeld gratulierte der stellvertretende Landrat Peter Suckfüll zur landkreisübergreifenden Zusammenarbeit. Der Kreuzberg sei ein besonderer Ort, der von Gästen wie Einheimischen mehr als geschätzt, ja geliebt werde. Für Thomas Bold, den Landrat von Bad Kissingen, ist es schon fast eine zwingende Notwendigkeit, dass die Klosterbetriebe ein Premiumpartner für das Bäderland sind. "Der Kreuzberg ist ein Stück Identifikation mit der Region."


Ruhe und Auszeit

Dr. Martin Spantig, Geschäftsführer der Bayern Tourismus Marketing GmbH verwies auf die Marke "stade Zeiten", mit der eine starke Antwort auf die aktuellen Reisemotive "Ruhe, Auszeit und Erholung" gefunden worden sei. Unter dieser Marke wolle auch das Bäderland Bayerische Rhön verstärkt mit seinen Angeboten präsent sein. "Stille und Spiritualität sind definitiv Zukunftsmärkte im Tourismus." Bisher sei die Sonne das Reisemotiv und die Reisesehnsucht Nummer eins gewesen, das habe sich nunmehr verändert. Mit den Themenfeldern Ruhe, Sinnsuche, Glaube und Entschleunigung stelle sich die bayerische Rhön perfekt für die bayerische Marke "stade Zeiten" auf. Der Kreuzberg sei "hoch und heilig" fasste Provinzvikar Pater Franz Josef Kröger der Deutschen Franziskanerprovinz zusammen. Zwei Aspekte kommen auf dem Heiligen Berg der Franken zusammen, der religiöse und gesundheitliche. Angelika Somaruga, die Geschäftsführerin der Franziskaner Klosterbetriebe, betonte die einfache franziskanische Lebensweise auf dem Kreuzberg. "Man kommt hier zur Ruhe."