Die folgenden Zeilen sind als Pressemitteilung von Neue Wege zu verstehen. Die Saale-Zeitung hat keinen Auftrag erteilt, das Treffen zu besuchen und darüber zu berichten.
Zu einem Informationsgespräch hatten sich die Neue Wege-Kandidaten und Initiatoren des Bürgerbegehrens, Klaus Görlinger, Fabian Nöth und Klaus Schebler mit unserem Mitarbeiter Arnold Nöth getroffen. Dabei ließen sie die am Vorabend stattgefundene Stadtrat-Sitzung mit negativer Abstimmung über das von ihnen erfolgreich durchgeführte Bürgerbegehren Revue passieren. Neidlos erkannten sie die sehr wortreiche und informative, natürlich rhetorisch raffinierte und spitzfindige Darstellung des Sachverhaltes durch den die Sitzung leitenden 2. Bürgermeister Norbert Reiter an. "Gut, oder auch nicht gut; wir haben förmliche Fehler gemacht. Auf jeden Fall aber haben wir etwas unternommen, den Bürgern eine Plattform geboten, viele wachgerüttelt und sie animiert, ihren Willen und Wunsch nach Veränderungen und Fortschritten in Sachen Fachmarktzentrum Ausdruck zu verleihen!" So meinte dazu Klaus Görlinger, Ortssprecher von Burghausen, der selbst nicht an der Abstimmung teilnehmen durfte. Fabian Nöth, Stadtrat und Ortsreferent aus Reichenbach, der als einziger gegen dreizehn Nein-Stimmen in der Stadtrat-Sitzung sein Ja zu dem zur Abstimmung gestellten Antrag abgab (wie berichtet), bedauert, dass der Wille und Wunsch eines großen Teiles der Einwohnerschaft (immerhin 712 abgegebene Unterschriften!!!) durch den Stadtrat keinerlei Beachtung und Würdigung fand. Trotz der Formfehler hätte sich der Stadtrat für den Antrag aussprechen können, so auch die Aussage des Abteilungsleiters Gerlach vom Landratsamt Bad Kissingen. Denn die viel hundertfachen Unterschriftengeber, darunter auch viele Bürger aus dem Stadtkern, die sich für den gestellten Antrag bzw. das Bürgerbegehren mit Unterschrift ausgesprochen hatten, zeigten ja auf, das ein Interesse und der Wunsch danach in breiten Bevölkerungsteilen vorhanden ist, dass sich endlich etwas tut. "Wir haben den Bürgern dadurch auch den Mut und den Anschub gegeben, ihren Meinung und Wünschen in dieser Öffentlichkeitswirksamen Form, auch als Druck- und Entscheidungsmittel, Ausdruck zu geben. Schade, dass der Stadtrat vor den vierzig in der Sitzung anwesenden Bürgern, zumeist Münnerstädter Geschäftsleute, in die Knie ging und der großen Mehrheit seine Zustimmung verweigerte!" So äußerte sich Klaus Schebler, Ortssprecher aus Windheim, zum Ausgang der Abstimmung und findet es sehr schade, dass die Arbeit und Mühen, der Ärger und die Beschuldigungen Übergescheiter bei den Unterschriftaktionen letztendlich vorerst doch keinen Erfolg zeitigten. Als schmerzlich, enttäuschend und unverschämt aber finden die drei Initiatoren des Bürgerbegehrens sowie auch die weiteren Mitstreiter, wie sich manche "Mitbürger" in und nach der Abstimmung im Rathaus aufführten. "Das ging von Beleidigungen und verbalen Angriffen bis hin zu Drohungen und persönlichen Angriffen, wobei sich insbesondere ein ausgedienter Agrarier besonders lautstark hervor tat. Schade, was sich manche unter Demokratie vorstellen - besonders wenn es nicht nach ihrer diktatorischen Meinung geht!" So die einhellige Aussage der drei Bürgerbegehren-Initiatoren auf die Vorkommnisse nach der Sitzung. "Und was das schlimmste ist: Da gibt es doch immer noch die ewig Gestrigen, die da wieder einen Zwist Dorf gegen Stadt unterstellen! Wahrscheinlich weil das ihre ureigene Einstellung ist!" Folge: Von jungen, engagierten Mitbürgern werden die Stadträte und Ortssprecher gefragt: "Warum soll man denn eigentlich noch zur Wahl gehen, wenn die Wünsche so vieler Wähler (juristisch korrekt oder nicht) wegen einer lautstarken Minderheit überhaupt nicht berücksichtigt werden???" Fabian Nöth: "Wir haben es probiert und stehen auch weiterhin für unser Münnerstadt ein!" Klaus Schebler: "Neu Wege wird auch zukünftig Bürgerbegehren und -Entscheide unterstützen, den es ist wichtig, dass Mehrheits-Wünsche zu ihrem Recht und zur Durchsetzung kommen!" Klaus Görlinger: "Es war den Versuch wert. Jedenfalls ist die Bevölkerung hellhörig geworden und schenkt Stadtratssitzungen mehr Aufmerksamkeit und Wachsamkeit!"