Unterm Regenschirm fand die interkulturelle Stadttour mit einem knappen Dutzend Besuchern statt. Schon gleich zu Beginn machte Gästeführerin Brigitte Ludwig die Bad Kissinger Neubürger und andere Interessiere neugierig auf das, was da auf der Stadttour noch folgen solle.

So erklärte sie mit Blick auf das Alte Rathaus, wo der Rundgang startete, dass sie erst mit 38 Jahren erfahren habe, welche Texte unter den beiden Schandmäulern an der Stirnseite des Ex-Rathauses stehen. "Vorher hat mir meine Oma, die den altdeutschen Text noch lesen konnte, das nicht gesagt".

Unanständiges Rathaus

Edi Hahn, ihr Vorgänger bei den Gästeführungen, habe oft davon gesprochen, dass die beiden Schrifttafeln unter den Köpfen "unser (altes) Rathaus damit zum unanständigsten Rathaus Deutschlands machten". Wie gut doch, dass die Texte sehr hoch angebracht sind und nicht jeder sie auf den ersten Blick lesen und verstehen kann...

Für Bad Kissingens Neubürger, von denen etlichen aus verschiedenen Ländern hierhergezogen sind und auch bei einigen älteren Bad Kissinger Bürgern verursachte dies ein Schmunzeln und ließ den einen oder anderen doch auflachen - trotz eines immer stärker einsetzenden Regens.

Film, Information und Fest

Dass Bad Kissingen trotz suboptimalem Wetter einiges zu bieten hat, vor allem wenn man dazu die kleinen Geschichten und Anekdoten hinter den großen Gebäuden gekonnt erzählen kann, bewies einmal mehr Brigitte Ludwig bei dieser nassen interkulturellen Stadttour.

Im Rahmen der Interkulturellen Woche ist am Dienstag, 8. Oktober, um 18 Uhr im Mehrgenerationenhaus die Vorführung des Films "Töchter des Aufbruchs". Am Mittwoch, 9. 10., beginnt um 15.30 Uhr an gleicher Stelle die Infoveranstaltung "Bildung und Integration". Am Donnerstag, 10. 10., ist um 15 Uhr eine Modenschau im Nora Atelier. Am Freitag, 11. 10., folgt um 17 Uhr, "Ein Kessel Buntes" im AFZ-Restaurant (Anmeldung: 0971/ 4701). Die Veranstaltungsreihe endet am Samstag, 12. 10., um 17 Uhr, mit einem Fest im Stadtsaal.