Alle vier werden im Forstrevier Reußendorf mit Sitz in der Rhön-Kaserne Wildflecken zum Forstwirt ausgebildet. Der alle zwei Jahre stattfindende Wettbewerb soll die Lust zur Weiterqualifizierung im beruflichen und persönlichen Bereich wecken und fördern.
In zwei Vorentscheiden wurden zunächst die Landessieger ermittelt, die am Bundesfinale teilnehmen dürfen. Vom Forstrevier Reußendorf haben die Azubis Mario Wolf (Obererthal), Phillip Theobald (Himmelstadt), Mark Hüfner (Oberbach) und Fabian Hörnis (Burgsinn) am Wettbewerb teilgenommen. Mario Wolf erinnert sich, dass es schon als Kind sein Wunsch war, einmal "Waldarbeiter" zu werden. Aufgewachsen ist er mit zwei Brüdern in Obererthal, wo seine Eltern eine kleine Landwirtschaft im Nebenerwerb betreiben. "Zu unserem Besitz gehören auch Wald. Mit meinem Opa bin ich schon als kleiner Bub in den Wald gegangen, um ihm beim Holzmachen zuzusehen", erzählt Mario. Sein Interesse an der Natur und den Tieren sei ausschlaggebend gewesen, "dass ich mich für den Beruf Forstwirt entschieden habe". Kein Wunder, dass er darauf hofft, nach Beendigung seiner Lehre im kommenden Jahr von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben als Forstwirt weiterbeschäftigt zu werden.
Die erste Vorentscheidung des Wettbewerbes im Bereich Forstwirtschaft fand in Neunburg vorm Wald und in Lohr statt. Dabei mussten die Teilnehmer zunächst ihr Allgemeinwissen unter Beweis stellen, berufstheoretische Fragen beantworten und Rechenaufgaben lösen. Anschließend stand die Präsentation eines forstfachlichen Themas vor zwei Prüfern auf dem Programm.

"Gegen die Uhr"

Im praktischen Teil zeigten die Azubis, dass sie auch "gegen die Uhr" präzise arbeiten. Den Nachweis mussten sie beim Wechsel einer Motorsägenkette, einem Kombinationsschnitt an zwei hochgelegten Stämmen, bei der Fällkerbanlage am Stock und beim Fällschnitt, beim Pflanzen von Bäumen, Entasten und beim Bestimmen von Schadbildern, Holzarten, Bäumen, Sträuchern und geschützten Pflanzen beweisen. Mark Hüfner hat unter 56 Teilnehmern in Neunburg vorm Wald den zweiten Platz belegt, Fabian Hörnis den fünften. Beide befinden sich im dritten Lehrjahr. Mario Wolf (im zweiten Lehrjahr) hat in Lohr unter 23 Teilnehmern den ersten Platz belegt. Phillip Theobald (ebenfalls zweites Lehrjahr) wurde Sechster und ist trotz dieses guten Ergebnisses ausgeschieden.
Ausgebildet werden die Azubis im Bundesforstrevier Reußendorf von Revierleiter Manfred Oeldemann (Wildflecken) und Forstwirt Karl-Heinz Reder (Haselbach), die sich über die hervorragenden Ergebnisse ihrer Azubis freuen und voll des Lobes über deren Leistung sind. "Auf die Leistung unserer Auszubildenden sind wir sehr stolz", lobte auch der Leiter des Bundesforstbetriebs Reußenberg, Forstdirektor Godfried Schwartz , die Azubis.
Für den zweiten Vorentscheid in Kringell bei Passau hatten sich zwölf Teilnehmer qualifiziert. Mario Wolf belegte hier den hervorragenden zweiten Platz, Mark Hüfner kam auf Platz sechs, Fabian Hörnis wurde Siebter.
Mit diesem Ergebnis hat sich Mario Wolf als einer der beiden Vertreter Bayerns für den Bundesentscheid qualifiziert, der vom 3. bis 7. Juni in Kitzingen (Schwarzenau) stattfinden wird. Eine Herausforderung, auf die sich Mario und seine Ausbilder schon jetzt freuen.