Das Büffeln der Bücher und der Unterricht bei Hans Peter Donislreiter hat sich für Irene Kramer und ihren 14-jährigen Sohn Fabian aus Euerdorf gelohnt. Jetzt bestanden Mutter und Sohn Bayerns Staatliche Fischereiprüfung.

"Ich hatte von Anfang an ein gutes Gefühl", freut sich Fabian, und man hört, wie ihm ein großer Stein vom Herzen plumpst. Auch sein Freund Marlon habe bestanden. "Wir haben emsig gelernt", bestätigt Irene Kramer. Rechtsvorschriften, Gewässerkunde, Hege und Pflege der Fischbrut sowie das Wissen über den Naturschutz waren in den 60 von 1000 möglichen Prüfungsfragen gefordert. Mindestens 45 dieser mit Mausklick am Computer zu beantwortenden Fragen mussten richtig angeklickt werden.

"Ich habe mich immer schon für den Angelsport interessiert", verrät Fabian. "Doch die vergangenen sechs Wochen waren für mich ganz intensiv mit der Prüfungsvorbereitung gekennzeichnet", verrät er erleichtert, nachdem er gerade sein Prüfungsergebnis erfahren hat. Lange Zeit habe er erfahrenen Anglern über die Schulter geschaut. Nein, in einem Verein sei er noch nicht. "Jetzt freue ich mich erst einmal über den Erlaubnisschein zum Angeln", sagt Fabian. Den müsse er sich bei der Gemeindeverwaltung im Euerdorfer VG-Gebäude abholen. "Und dann kaufe ich mir meine Anglerausrüstung", hat Fabian schon ganz konkrete Wünsche. Ab 100 Euro sei man dabei - nach oben hin seien offene Finanzgrenzen für die Ausrüstung.

"Der Angelsport liegt voll im Trend", bestätigt Donislreiter. Jährlich seien es etwa 60 hoch motivierte Prüflinge. Die Prüfungskandidaten kamen jetzt auch aus Hammelburg, Elfershausen, Ramsthal, Bad Brückenau und Gräfendorf. Schon eine Woche vor der schriftlichen Prüfung hatte es die praktische Unterweisung über das Töten und Ausnehmen der Fische gegeben. Der Dank ging an Peter Göbel wegen des Zugangs zum Prüfungsraum in der Schule.