Die beiden Klarinettistinnen kennen sich schon seit Jahren, spielen sie doch gemeinsam in der Musikkapelle Aura. "Die Musik ist mein Berufsziel", erklärt Ramona. Nach dem Besuch der Musikhochschule Bad Königshofen möchte sie Fachlehrerin für Musik und Kommunikationstechnik werden.


Von der Blockflöte zur Klarinette



Auch Mona will nach ihrem Abitur im nächsten Jahr mit einem Studium an der Würzburger Musikhochschule in eine ähnliche Berufsrichtung gehen. "Musik bedeutet für mich Lebensqualität", betont Mona und empfiehlt das Musizieren daher auch als "Wundermittel gegen den Alltagsstress." Schon im Alter von sieben Jahren kam sie von der Blockflöte zur Klarinette. "Das ist ein tolles Instrument", sagt sie. Die Notenhefte aller Stücke, die sie in den vergangenen zehn Jahren gelernt hat, bilden mittlerweile einen recht hohen Papierberg. "Auch jetzt war ich auf neue Stücke gespannt, die in dem Konzert zu hören sein werden", bekennt sie.

Fleißig haben die beiden Klarinettistinnen schon vor der Arbeitsphase an der Musikakademie daheim geübt. In dieser Woche ging es lediglich darum, in Registerproben mit Dozent Stefan Albers das Zusammenspiel aller Klarinetten zu üben.


Von Bizet bis Bernstein



Den letzten Schliff erhielt das Sinfonieorchester der Bezirksjugend im Zusammenspiel aller Register bis hin zur Generalprobe. Auf dem Notenpult liegen morgen Kompositionen von Georges Bizet, Johann Strauss, Jean Sibelius, John Williams, Eric Coates und Leonhard Bernstein.

"Es ist eine Herausforderung für uns, auf diesem hohen musikalischen Niveau anzutreten", sagt Mona und ist stolz, mit ihrer Freundin heuer erstmals in dem etwa 60-köpfigen Orchester zu spielen. Ihr Können hat sie schon mit einem D3-Gold unter Beweis gestellt. Auch Ramona ist gerne dabei: "Ich freue mich auf die neue Orchestererfahrung". In der Vorbereitung hat sie neue Spieltechniken und Griffe erlernt. "Man wächst über seine eigenen Grenzen hinaus", zeigt sich die 15-Jährige vom Zusammenspiel im Orchester begeistert.


Lob für gute Bedingungen



Obwohl sie es nicht weit bis Hetzlos hat, fährt sie abends nicht heim, sondern bleibt die ganze Woche in der Musikakademie. "Mit den Übungsmöglichkeiten und der Unterbringung hier sind wir sehr zufrieden", lobt Mona. Trotz finanzieller Förderung durch den Bezirk müssen die Teilnehmer aber noch einen Anteil für Unterbringung, Verpflegung und Dozenten entrichten.

Die Pfingstarbeitsphase am Hammelburger Schlossberg war auch heuer kein Ferienlager, sondern harte Arbeit für die jungen Musiker. Trotzdem - oder vielleicht gerade deshalb - waren aber nur fröhliche Gesichter zu sehen. Mit einem Konzert beendet das Bezirksjugend-Sinfonieorchester (BJSO) am morgigen Sonntag seine Pfingstarbeitsphase 2012. Beginn ist um 11 Uhr, bei schönem Wetter im Serenadenhof, sonst im großen Saal der Musikakademie. Unter der künstlerischen Leitung von Hermann Freibott steht eine große musikalische Bandbreite unter dem Motto "America meets Europa" auf dem Programm, der Eintritt ist frei.