So viele Musikanten hat der Ort lange nicht mehr gesehen. Neun Kapellen spielten am Samstag in verschiedenen Ecken des Dorfes und zogen dann gemeinsam in einem Sternmarsch Richtung Johannes-Petri-Volksschule.
"Schon als 13-Jährige bin ich im Musikverein gewesen", erzählt Gründungsmitglied Sonja Vierheilig. Musik im Blut haben auch ihre Töchter Susanna (14), Ronja (12) und Samira (8). Sie spielen genau wie ihre Mutter Blasinstrumente wie Klarinette und Saxophon. Ihr Tenor-Saxophon hat Sonja Vierheilig allerdings eine Zeitlang wegen Studium, Familie und Beruf im Koffer lassen müssen. Nun ist sie froh, erneut in der Stammkapelle zu musizieren. "Seit April bin ich wieder mit Spaß dabei und genieße die harmonische Gemeinschaft", so Vierheilig.

Helfer hatten viel zu tun


Am Wochenende kam die rund 20-köpfige Kapelle aber nicht zum Spielen, waren doch die Dienste der Musikanten als Helfer beim Fest gefragt. Gründungsmitglied Wendelin Reuter hob jedoch am Sonntagmittag nach dem Gottesdienst den Taktstock für die Ehemaligen aus der Langendorfer Blasmusik-Kapelle. Vorsitzender Eugen Pfeffermann begrüßte viele Gäste zum 30-jährigen Gründungsfest des Langendorfer Musikvereins.

Lob für die Jugendarbeit


"Wahnsinn - so viele Musikanten", wunderte sich Bürgermeister Ludwig Neeb. Schier überwältigend war der Anblick der rund 200 Musikanten, die sich zum Sternmarsch im Schulhof einfanden. Stefan Roth dirigierte das gemeinsame Spiel der neun Kapellen. Freilich durfte das Frankenlied nicht fehlen.
"Dieser Sternmarsch zählt zu den kulturellen Höhepunkten für Langendorf", betonte Bürgermeister Neeb. Er lobte die hervorragende Jugendarbeit im Verein und erwähnte die segensreiche Zusammenarbeit mit dem Hammelburger Förderverein bei der Ausbildung der Jungmusiker. Nicht nur die Musik lockte übrigens am Wochenende. Vor dem Festzelt bildeten sich auch lange Warteschlangen, weil es wieder die beliebte Original Langendorfer Pizza gab.