"Das machen wir nicht mit!", war das Thema beim CSU-Stadtgespräch, das viele interessierte Gäste anlockte. Nach der ersten Analyse der verlorenen Landtagswahlen ist in der gesamten Union (CDU/ CSU) großer Unmut und viel Kritik laut geworden. "Wir können nicht einfach an der Basis so weitermachen, als wäre nichts geschehen", so die Meinung der Teilnehmer.


Altes Rathaus und Rosengarten

Auch in der Kommunalpolitik beschäftigen aktuelle Themen, Fragen und Forderungen die CSU Bad Kissingen.
Die Partei fordert, dass das Alte Rathaus die einzige Tourist-Info-Stelle in der Stadt sein und bleiben müsse. Karin Renner erklärte, sie habe sich von Anfang an gegen diese beabsichtigte Lösung gewehrt, das "schönste und traditionsreichste Rathaus weit und breit, mitten in der Stadt" an einen privaten Betreiber für eine Vinothek zu verpachten. Was würde Alt-OB Georg Straus dazu sagen, unter dessen Ägide das Alte Rathaus saniert worden war?
Auf Unverständnis stieß auch, dass die immense Erhöhung der Kosten für den neuen Rosengarten-Brunnen anscheinend ohne große Vorbehalte und Diskussion im Finanzausschuss "durchgewunken" wurde. Da sei es nicht einzusehen, dass für die anderen Brunnen in der Stadtmitte und für die zwei Reiterstege sei kein Geld vorhanden sein soll.
Stadtrat Wolfgang Lutz berichtete aus der Bürgerversammlung in Hausen. Er verstehe jetzt gut den Unmut der Mitbürger, die sich massiv beschwerten, es würden viele örtliche Probleme von der Stadt zu lange vor sich hergeschoben.


Freude über Radweg

Stadträtin Martina Greubel gab Einblick nach Gesprächen im Straßenbauamt in den Stand der Baumaßnahmen der B 286 neu und des neuen, schon vor der offiziellen Freigabe und Einweihung stark frequentierten Fuß- und Radweges. Der ganze Stadtteil freue sich schon sehr auf diesen Tag. Dies werde "der neue Rennsteig zwischen Arnshausen und Kissingen werden", scherzte Martina Greubel.
Die Veranstaltung schloss mit dem Hinweis auf das Problem Kurhaushotel, dessen Neubau immer noch nicht absehbar ist. Das nächste CSU-Stadtgespräch wird am 12. Mai sein. red