Bäuerin Anja Wagenbrenner ist gelernte Erzieherin. Doch derzeit lassen sich für sie Bauernhof und Beruf nicht vereinbaren. Sie ist Mutter von zwei Kindern, und kümmert sich um die Familie und unterstützt auf diese Weise ihren Ehemann Diethard Wagenbrenner. Jetzt aber hatte sie wieder Kinder auf dem Hof zu Gast. Denn Margot Schottdorf, die Organisatorin des Ferienprogramms, hatte sie mitgebracht.

"Am meisten interessieren mich die Kühe", hatte schon im Vorfeld Lukas festgestellt, und Nico fügte hinzu: "Mich interessieren mehr die Maschinen." Auf dem Bauernhof gab es die Gelegenheit, beides zu sehen. Im Stall sprach Diethard Wagenbrenner über seine derzeit etwa 150 Tiere. Davon sind 80 Milchkühe. Eine Kuh hatte gerade in der Nacht zuvor ein Kälbchen geboren, das nun noch im weichen Stroh lag.

Weil die Wagenbrenners einen Milchviehbetrieb haben, durften die Kinder auch die Milch probieren. Manchen gelang es sogar, gekaufte Milch von der Milch des Oberthulbaer Bauern zu unterscheiden. Diethard Wagenbrenner erklärte: "Die Milch aus dem Laden ist mit weniger Fett aufbereitet. Unsere hat teils mehr als vier Prozent, das merkt man schon."

Auf 120 Hektar

Die Mädchen und Jungen wollten wissen, ob man von einem solchen Hof leben kann. Das bestätigte der Hofbauer vom Gewerbegebiet Neumühle. "Es ist nicht einfach, man muss in dem 120 Hektar großen Betrieb viel arbeiten, aber es geht schon. Was wir anbauen, geht ausschließlich wieder in den eigenen Betrieb." Nach den Fakten hatte das Ehepaar Wagenbrenner Spiele vorbereitet. Schließlich lud Diethard Wagenbrenner die Mutigen zu einer Traktor-Rundfahrt. Zum Schluss gab es noch ein Picknick zur Stärkung.

Zufrieden war auch Margot Schottdorf mit ihren Helferinnen Ursula Beiersdörfer und Dorothea Röder. "Mittlerweile, ergänzte sie, "haben wir mehr als die Hälfte des Ferienprogramms abgewickelt." Zwischen 20 und 30 Mädchen und Buben seien immer wieder gekommen, unter anderem gab es eine Spiel-Olympiade und ein Feuerwehr-Event. Margot Schottdorf: "Ich freue mich, dass unser Ferienprogramm von Vereinen und Helfern mittlerweile so gut unterstützt wird und hoffe, dass die kommenden Veranstaltungen ebenfalls viel Anklang finden."