Ihr gründliches und zuverlässiges Wirken würdigten im Rahmen eines Familiengottesdienstes zum Sommerfest des Kirchenbauvereins Pfarrer Philipp Klein sowie Susanne Blaßdörfer und Christine Schenk vom Kirchenvorstand. "Auf Sie war immer Verlass", sagte Pfarrer Klein und überreichte eine Dankurkunde der Landeskirche.
"Der Kirchengemeinde war ich viele Jahre vorher fest verbunden", erinnert sich Frau Raaz an den Moment, als sie für die Übernahme des Mesneramtes angesprochen wurde. "Gerne sagte ich zu." Zu ihren Kernaufgaben gehörte, den Altar für die Gottesdienste herzurichten, das Abendmahl vorzubereiten, die Liederfolge aufzustecken, die Gesangbücher an die Besucher zu verteilen, das Taufbecken zu schmücken, Vorkehrungen für Beerdigungen zu treffen und die Kollekten abzurechnen. Bei Kirchenfesten war sie die Erste, die das Gotteshaus betrat und die Letzte, die es wieder verließ. Außerdem putzte Marion Raaz die Kirche, auch die Fenster, kehrte die Straße und betreute das Umfeld. Über den Kirchenvorstand erhielt sie eine kleine Vergütung. "Des Geldes wegen habe ich mich nicht eingesetzt und auch nicht auf die Uhr geschaut", sagt sie. Der Kirchengemeinde bleibe sie natürlich verbunden. Ihre Nachfolgerin wird am 6. Juli eingeführt.