"Medizinische Versorgung im ländlichen Raum" war das Thema eines Vortrags von Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml beim 2. Mainfränkischen Gesundheitssymposium im Elisabeth-Krankenhaus. Eingeladen hatten die Sprecher des Fachforums Gesundheit der Region Mainfranken GmbH, Landrat Thomas Bold und Prof. Christoph Reiners (Würzburg).

Gleich zu Beginn ihrer Ausführungen bemühte die Gesundheitsministerin eine Passage aus dem jüdischen Talmud, die besagt "man darf in einer Stadt nicht wohnen, wo kein Arzt ist". Wie die Staatsministerin weiter ausführte, würden weniger Universitätskliniken benötigt, wenn überall eine gute medizinische Versorgung gewährleistet sei, denn heute können sich alle Kliniken untereinander austauschen. "Die Daten müssen laufen und nicht die Patienten", so Huml.

Die wohnortnahe medizinische Versorgung im ländlichen Raum sei jedoch in Gefahr, das gelte auch für weite Teile Mainfrankens. So rückte das Gesundheitssymposium das Thema "Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum durch regionale Kooperation" in den Mittelpunkt. Die Referenten Ralf C. Bargou vom Krebszentrum in Würzburg und Bernd Griewing vom Zentrum für Telemedizin (Bad Kissingen) erläuterten die übergreifende und vernetzende Zusammenarbeit. kpr