Eine stattliche Bilanz legte Geschäftsstellenleiterin Brigitte Haas zur Jahreshauptversammlung des MR Saale-Rhön vor. Besondere Umsatzsteigerungen gab es bei Futterbau und Strohernte. Stabil ist die Zahl der knapp 600 Mitglieder, die rund 32 000 Hektar Fläche bewirtschaften. Die überbetriebliche Kooperation mit modernen Maschinen steigerte die Effektivität in den landwirtschaftlichen Mitgliedsbetrieben.

"Nicht zu unterschätzen ist die Unterstützung der Bauernfamilien durch unsere Betriebshilfe", wies Haas auf insgesamt 119 soziale Einsätze hin. Herbert Häusler bestätigte: "Das war uns eine große Hilfe, als meine Frau Edeltraud wegen Krankheit ausfiel." Die organisierte Hilfe aus dem Nachbardorf kümmerte sich ums Kochen, Putzen und Wäschewaschen. Die Betriebshilfe ist über die landwirtschaftliche Krankenkasse abrechenbar. In anderen Fällen gab es auch Einsätze auf Äckern und in Betrieben. "Im vorigen Jahr gab es 482 solcher wirtschaftlichen Einsätze", berichtete Haas.

Sehr gefragt sind die Kurse zum Erwerb von Führerscheinen der Klasse T, C und CE sowie Weiterbildungen für den Umgang mit Maschinenmodulen. Großes Interesse besteht laut Hass auch an der Vermittlung günstiger Konditionen, zum Beispiel bei Handys und Autos. Auch Rahmenabkommen für Rolltore und landwirtschaftliches Maschinenzubehör stehen hoch im Kurs. Gut ausgelastet sind heuer die beiden modernen Leasingschlepper, ebenso die Amazone-Scheibenegge.

Brigitte Haas geehrt

Seit 20 Jahren leitet Brigitte Haas die Geschäftsstelle, wofür sie vom 1. Vorsitzenden Siegfried Brand und von Geschäftsführer Werner Link geehrt wurde. "Zunächst war ich in Bad Kissingen, Aschach und Arnstein eingesetzt", erinnerte sich Haas. Seit 2004 arbeitet sie im MR-Büro in Oberthulba.

Geschäftsführer Werner Link wies auf die hohe Beteiligung des Tochterbetriebs MR Rhön-Spessart-Main hin, dessen beträchtliche Einnahmen in das Jahresergebnis des MR Saale-Rhön flossen. "Der schneereiche Winter hielt uns in Atem", bestätigte Link. Die aktiven Landwirte hätten den Winterdienst aber gut bewältigt.

Weitere Betätigungsfelder waren und sind: Belieferung von einem Dutzend Hackschnitzelheizungen, Betreuung der Biogasanlagen in Fuchsstadt und Bad Bocklet, Grünflächenpflege im Sommer und das Freischneiden von Stromtrassen. Zudem sollen laut Werner Link Kleinkläranlagen gebaut werden, für die es nur noch bis 2014 eine Förderung gibt.