Nach acht Jahren fiel es sowohl dem Geschäftsführer der Klinik, Klaus Wöhrle, als auch vielen Wegbegleitern aus diesen Jahren schwer, den humorvollen und höchst engagierten Mediziner gehen zu lassen.
Klaus Wöhrle betonte, Dr. Klek habe hervorragende Pionierarbeit im Bad Brückenauer Krankenhaus geleistet, in dem es bis zu seinem Kommen im Jahr 2005 noch keine Geriatrie gegeben habe. Trotz der zahlreichen Irrungen und Wirrungen, die die Klinik in den Anfängen dieser Zeit zu bestehen gehabt habe, sei Dr. Klek ein Ruhepol gewesen, der dem Auf und Ab stand gehalten habe und durch sein Durchhaltevermögen und seine enge und gute Zusammenarbeit mit der Klinikleitung sehr viel bewegt habe.

Mehrfach zertifiziert

Dr. Klek sagte, er habe seinen Dienst in Bad Brückenau angetreten, als das Krankenhaus noch ausschließlich Aktutkrankenhaus gewesen sei und eine Abteilung für Rheumatologie gehabt habe. Schon damals habe er er die Schaffung einer geriatrischen Abteilung forciert. "Wie ich schnell feststellen konnte, war schon damals der Prozentsatz der Bevölkerung über 65 Jahre mit 24 Prozent extrem hoch. Viel höher als in anderen Städten. Das hat mich vor allem dazu bewogen, hier im geriatrischen Bereich aktiv zu werden."
So begann er, die Altersmedizin in Bad Brückenau aufzubauen. Von Beginn an entwickelte er als Chefarzt die Abteilung für Geriatrische Rehabilitation. In den Jahren 2007, 2010 und 2013 konnte sich die Abteilung zertifizieren. "Ich habe in den Anfangsjahren stark die Werbetrommel gerührt, um nach außen bekannt zu machen, dass es in Bad Brückenau diese Station gab. So ist es mir gelungen, die Belegungszahlen stetig wachsen zu lassen. Im Jahre 2008 konnten wir schon die 1000. Patientin begrüßen", sagte er. 2010 wurde das Angebot durch die Gründung des Bereiches Akutgeriatrie erweitert. Seit 2012 leitete Dr. Klek zusätzlich die Innere Abteilung als Chefarzt.
Die Patienten kommen nun zur Hälfte direkt aus der Prümmer-Klinik, viele auch aus Fulda und umliegenden Krankenhäusern. Wichtig sei ihm gewesen, neben der Schaffung eines schönen und gemütlichen Ambientes für die Patienten auch deren optimale, ganzheitliche Behandlung zu gewährleisten. Auch therapeutische Maßnahmen in physikalischen und Ergotherapien seien ihm wichtig gewesen. So wurden bis dato alleine circa 100 000 physikalische Einzel-Therapien angewendet.
Er wünscht sich, dass auch nach seinem Weggang diese Intensität anhält. Schließlich habe so bei 92 Prozent aller Patienten eine erhebliche Verbesserung erreicht werden können. Damit habe man weit über dem bayerischen Durchschnitt gelegen.

Aus den eigenen Reihen

Mit Tobias Goebel stammt Kleks Nachfolger aus den eigenen Reihen. Dieser wurde 1957 geboren, ist verheiratet und hat zwei Kinder. Bereits seit 2010 ist er als leitender Oberarzt in der Klinik tätig. "Ich konnte bei meinem Eintritt eine perfekt organisierte Geriatrie antreffen", betonte er. Ich erlebte Dr. Klek als einen Workoholic, der nie vor 22 Uhr das Haus verließ, dem es trotz Verwaltungsarbeit aber immer gelang, die Nähe zu seinen Patienten zu halten. Etwas, das ich sonst nicht von Chefärzten kannte und mich eigentlich bewog, niemals eine Chefarztstelle anzunehmen. Dass es dennoch möglich sein kann, beim Patienten zu sein, hat mir Dr. Klek bewiesen. Deshalb möchte ich nun auch auf diesem Wege weiterarbeiten."
Goebel lernte nach seiner Bundeswehrzeit zunächst den Beruf des Biolaboranten. Erst 1980 begann er mit dem Medizinstudium, das er 1987 abschloss. Seine erste Stelle trat in der großen internistischen Abteilung des Diakonissenkrankenhauses in Frankfurt an. 1995 schloss er seine internistische Weiterbildung ab und arbeitete bis 2006 als leitender Oberarzt. 2003 wechselte er nach Neuendettelsau, von wo er 2010 nach Bad Brückenau abgeworben wurde. "Ich freue mich nun auf meine neue Aufgabe", schloss er seine Ansprache.