Bei Großereignissen wie Rakoczy Fest oder beim Abschluss des Kissinger Sommers den Gast mit einem Feuerwerk zu verabschieden, sind als selbstverständlich zu betrachten. Anders sieht es aktuell beim Konzert der Coverband Dire Strats im Kurgarten am letzten Samstag aus. Kaum war es beendet, eröffnete sich ein 12-minütiges Dauerfeuerwerk, welches von der Staatsbad GmbH bezahlt wurde, mit großer Geräuschkulisse, Wohlgemerkt war es bereits nach 23 Uhr. Sicherlich störte es die meisten Anwesenden nicht, doch Sätze wie "Ich denke gerade an meinen Hund, der liegt bestimmt in der hintersten Ecke, sollten auch der Stadt zu denken geben.

Zum einem gibt es Menschen, die um diese Uhrzeit schlafen möchten, weil sie auch am Sonntag zur Arbeit müssen und zum anderen geht es um alle Tiere. Wer zu diesem Zeitpunkt in der Au mit dem Auto unterwegs war, der konnte aufgeschreckten Rehe und andere Tiere erschrocken auf der Wiese flüchten sehen. Wer einen Hund hat, muss kein Tierschutzfanatiker sein, um zu wissen wie dieser leidet.
Deshalb frage ich mich also, warum es unbedingt von Nöten ist, dass die Stadt Bad Kissingen bei jedem noch so kleinem Ereignis wie Hochzeiten, runden Geburtstagsfeiern, Betriebsfesten und oder Musikveranstaltungen ständig für solche, doch sehr geräuschintensive Kulissen, eine Genehmigungen erteilen muss.

Demnächst stellt jemand wegen seiner Scheidung den Antrag auf ein Feuerwerk. Dies könnte die Stadt dann auch nicht ablehnen.

Noch ist die Stadt ein Kur und Erholungsort und vor allem aber eine Kleinstadt, außerdem verliert ein Feuerwerk, welches an die 100 Mal im Jahr gemacht wird, dann auch irgendwie seinen Reiz.