Die Kreuzung an der B 287 macht schon seit zwölf Jahren Ärger. Jetzt hat sich die Mehrheit des Wirtschafts- und Umweltausschusses für einen Kreisel bei Langendorf ausgesprochen. In der Sitzung des Ausschusses einigten sich die Mitglieder, den Bau gemeinsam mit dem Bund und der Gemeinde Elfershausen weiter zu planen. Ein Antrag der Fraktion Bündnis 90/ Die Grünen, den Ausbau zurückzustellen und Alternativen zu einem Kreisel zu testen, beeindruckte die Männer der übrigen Fraktionen wenig.

Regelmäßig kracht es auf der B 287 an der Kreuzung zur KG 37 und in Richtung des Zubringers auf die A 7. Mehrere Knotenpunkte häufen sich hier: Wer von Hammelburg kommend von der Bundesstraße auf die Autobahn auffahren will, hat sich schnell versehentlich auf der falschen Linksabbiegerspur eingeordnet: Statt auf dem Autobahnzubringer steht der Fahrer auf dem Linkspfeil zur KG 37. Wer dann hastig zurück auf die Bundesstraße lenkt, riskiert einen Unfall. Sensibel ist auch die Einmündung, die Lkw-Fahrer nehmen, wenn sie vom Westheimer Gewerbegebiet auf die Bundesstraße einbiegen wollen. Die Fahrzeuge stauen sich.

Landkreis, Gemeinde und Bund wollen mit einem Kreisel reagieren. "Wir haben die Empfehlung für einen Kreisverkehr schon 2013 ausgesprochen", sagt Harald Rost vom Staatlichen Bauamt Schweinfurt. Er rät dazu, dieser Unfallhäufung mit einem Kreisverkehr gegenzusteuern. Ein Kreisel bedeute eine eindeutige Geschwindigkeitsreduzierung. "Das erhöht hier die Verkehrssicherheit." Und die sei es, worum es gehe. "Sicherheit geht immer vor Leistungsfähigkeit." Damit reagierte er auf die Befürchtung von Volker Partsch (Bündnis 90/ Die Grünen), die Kreuzung wäre als Kreisel nicht ausreichend leistungsfähig. Er fürchtet mit einem Kreisel an dieser Stelle sogar noch mehr Unfälle. Ohnehin hatten die Grünen einiges an den Plänen auszusetzen. Ihnen wäre am liebsten gewesen, wenn der Ausbau erst einmal zurückgestellt würde und man "mit weniger Mitteln" versuchen würde, die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Etwa indem ein Hinweisschild versetzt oder eine Ampel installiert werde. "Wenn überhaupt ein Kreisverkehr, dann weiter in Richtung Autobahn", sagt Johannes Wegner (Bündnis 90/ Die Grünen). "Es gibt keine andere Option als den Kreisverkehr", sagt Peter Hart (CSU). Er erlebe die Situation mehrmals am Tag.

Gewerbegebiet profitiert

Das geplante Gewerbegebiet bei Langendorf, das seit den vergangenen Wochen in Bürgerversammlungen kontrovers diskutiert wird, soll an den Kreisverkehr angeschlossen werden. Was der Bürgermeister von Elfershausen, Karlheinz Kickuth (SPD/ FWG), von dem Kreisel-Projekt hält, ist nicht bekannt. Er war bis Redaktionsschluss nicht erreichbar.

Das Bad Kissinger Ingenieurbüro Hahn & Kollegen wird weiter vermessen und die Verkehrswegeplanung übernehmen.