Rund 3000 Medien können ausgeliehen werden und die Arnshäuser liegen mit rund 7500 Ausleihen weit über dem Durchschnitt. Das war eines der Ergebnisse, die die Bibliothekare beim Herbsttreffen der Verantwortlichen aus katholisch-öffentlichen Landkreisbüchereien nach Hause mitnahmen.
In diesem Jahr fand das Treffen in der seit 2008 neu eingerichteten Bücherei in Arnshausen statt. Im Obergeschoss des Pfarrhauses, dort ist sie untergebracht, besichtigten die Mitarbeiter aus 10 der 24 Büchereien des Landkreises unter anderem die Räume und den Bestand. Die erfolgreiche Zusammenarbeit mit Kindergarten und Schule macht sich hier bemerkbar.

Immer aktuell sein


Ein modernes Sortiment, das neben Romanen, Sachbüchern, Kinderbüchern und Spielen auch DVDs und Hörbücher umfasst, trägt sicher auch dazu bei, dass sich seit der Neueröffnung die Nutzerzahlen kontinuierlich steigern. Seit neuestem verfügt die Bücherei auch über einen Internet-Zugang. Drei Personen leisten die umfangreichen Arbeiten, die für einen reibungslosen Büchereibetrieb notwendig sind. Geöffnet hat die Bücherei dienstags und donnerstags von 16.30 Uhr bis 18 Uhr.
Roswitha Dorobek und Almut Koschel von der Katholischen Bücherei-Arbeit (KBA), der Zentrale in Würzburg, zeigten auf, wo die Zukunft der Bücher liegt: Im Digitalen. E-Books sind ein großes Themen und die beiden Fachfrauen zeigten Möglichkeiten der Internetpräsentation für Büchereien auf. Während die Lesegeräte mit durchschnittlich 60 Euro inzwischen günstig zu haben sind, bleibt der Einsatz von E-Books für die kleinen Dorfbüchereien noch recht teuer - wegen der hohen Beitrittskosten in größere Verbünde wie "divibib" oder "ciando", die E-Books anbieten. Hier gebe es recht schnelle Entwicklungen, so dass sich vielleicht auch bald Möglichkeiten für die katholisch-öffentlichen Büchereien in Bayern abzeichnen könnten, sagte Almut Koschel.

Vorteile liegen auf der Hand


Platzsparend wäre die Nutzung der E-Books allemal, erklärte Koschel, auch ließen sich so neue Nutzergruppen erschließen. Gerade für ältere Nutzer, die nicht mehr so mobil sind, wären E-Books ideal, sagte sie. Vorteil sei außerdem, dass die Schriftgröße individuell einstellbar sei und dass die Lesegeräte nicht viel wiegen würden.
Der Verband bietet Möglichkeiten für kleine Büchereien, sich im Netz zu präsentieren. Ein Einführungskurs informiert über die notwendigen Schritte, anschließend können die jeweiligen Büchereien ihre Seiten selbst gestalten und aktualisieren. Die Bücherei Aschach habe mit ihrer Seite "www.aschach.koeb-unterfranken.de" Vorbildcharakter.

Aufschwung für das Buch


Charlotte Wahler, die Vorsitzende der Kreisarbeitsgemeinschaft, freute sich über den Aufschwung, den die meisten Büchereien im Landkreis erfasst hätten. Während es im restlichen Unterfranken sogar zu einzelnen Schließungen der Dorfbüchereien gekommen sei, könnten die hiesigen Büchereien Zuwächse verzeichnen.
Die Kreisarbeitsgemeinschaft habe seit ihrer Gründung im vergangenen Frühjahr zwei Kulturveranstaltungen durchgeführt: Einmal sei die Reise zum Franziskusweg in der Rhön gegangen, dort dort habe es eine Führung durch die Landschaft und durch das Sonnengebet des Heiligen Franziskus gegeben. Eine weitere Reise führte ins Literaturhaus nach Wipfeld, dort habe es neben der Führung durch das Haus einen Vortrag "200 Jahre Hausmärchen der Gebrüder Grimm" gegeben. In Zusammenarbeit mit dem Kontaktpunkt in Bad Kissingen entwickelt die Kreisarbeitsgemeinschaft momentan einen Jahresplaner, auf dem alle Büchereien, auch die städtischen und gemeindlichen, verzeichnet sind. Dieser Kalender soll im Übrigen an alle Haushalte des Landkreises verteilt werden.