Die beiden bayerischen Landkreise Eichstätt und Bad Kissingen sowie die Stadt Heidelberg sind mit einer Quote von nur 1,7 Prozent an Schulabgängern ohne Abschluss die drei Spitzenreiter.

Bundesdurchschnitt: 5,6 Prozent

Etwa jeder 20. Schüler in Deutschland, exakt 5,6 Prozent, geht laut der Caritas-Studie ohne Abschluss von der Schule ab. Analysiert wurden die Zahlen aus dem Schuljahr 2012/13, neuere Zahlen liegen nicht vor. Zum Vergleich: Während die Quote der so genannten Schulversager in Hamburg und Bayern bei rund 4,4 Prozent liegt, erreicht sie in Mecklenburg-Vorpommern rund 9,6 Prozent. Im Landkreis Mansfeld-Südharz (Sachsen-Anhalt) ist der Anteil mit am höchsten und liegt bei 12,6 Prozent.

Schulrat nennt Erfolgsfaktoren

"Das finde ich sehr erfreulich", kommentiert Schulrat Josef Hammerl das Ergebnis der Bildungsstudie, von der er erst durch die Nachfrage der Saale-Zeitung erfuhr. Aktuelle Zahlen vom laufenden Schuljahr hat auch Hammerl nicht, aber er ist sich sicher: "Wir haben nach wie vor eine ganz geringe Abbrecherquote." Das sei in erster Linie natürlich ein Verdienst der Lehrer vor Ort, aber auch viele andere Faktoren seien wichtig: Das Netzwerk zur Berufsorientierung etwa mit den wöchentlichen Praktikumstagen hält Hammerl für eine gute Einrichtung: "Durch die konkrete Perspektive sind die Schüler einfach motivierter." Aber auch die Praxisklasse an der Bad Kissinger Mittelschule spiele eine große Rolle: "Da werden auch viele aufgefangen, die sonst vielleicht keinen Abschluss hätten."