Dass dennoch mehr als 60 Radler mitmachten, bewies, dass die Aktion "Radlspaß im Werntal" zum festen Termin in der Gemeinde geworden ist. In den Wochen zuvor hatten 3. Bürgermeister Hubert Schott (FWG Eltingshausen) und seine Helfer Touren nach dem Motto "Für jeden das Richtige" zusammengestellt. Die mehr sportlich ausgerichteten Starter konnten zwischen Lang- und Mountainbikestrecke wählen. Anderen, die mehr Unterhaltung und Gemütlichkeit wünschten, standen zwei kürzere Routen mit weniger Steigungen zur Auswahl.

Die Aktion in neunter Auflage war mit einer Radlerandacht eröffnet worden, in der die Pfarrer Balthasar Amberg und Philipp Klein die Sportler mit dem Segen auf den Weg schickten. Zuvor hatte Bürgermeister Siegfried Erhard (CSU) im Beisein von Regionalmanagerin Eva Braksiek alle gelobt, die das Programm vorbereitet hatten: "Das Frühlingsradeln hat bei uns einen hohen Stellenwert, ist Beitrag für Gesundheit und Miteinander, selbst wenn das Wetter nicht so toll mitspielt."

Acht Sportler machten sich mit Rennrädern auf die Spuren von Balthasar Neumann mit Werneck als Wendepunkt. Für die 62 Kilometer benötigte die Gruppe knapp zweieinhalb Stunden, erreichte einen Schnitt von 25,3 Kilometern pro Stunde und bewältige 651 Höhenmeter. "Es lief in unserer Gruppe problemlos. Die Kälte hat nicht beeinträchtigt", sagte Hans-Werner Ruß.

Steinig und nass

Weniger Länge, sondern Auf und Ab forderte die Mountainbike-Tour. Für die elf Teilnehmer hieß es, steinige, aber auch durchnässte Passagen durch Flur und Wald über 34 Kilometer bei 470 Höhenmetern zu schaffen. "Wir wussten ja, was auf uns zukommt", erklärte Alexander Hoch. "Besonders im Bereich des Wittelsbacher Turms war es ganz schön hart: steil hinunter und anschließend wieder hinauf. In der Gaststätte hätten wir es viel bequemer haben können." Nach zweieinviertel Stunden und mit einem Schnitt von 15,4 Kilometern pro Stunde kehrten alle elf zwar etwas schmutzig, aber wohlbehalten am Ausgangspunkt zurück.

An der Trekkingrunde über 39 Kilometer beteiligten sich 13 Radler. "Die Frische hat uns angestachelt, kräftig in die Pedale zu treten", fasste Thomas Saal zusammen. "Wir erreichten einen Schnitt von 19,5 Kilometern pro Stunde, ganz schön flott, aber so, dass jeder mithalten konnte. In der Storchenmühle zwischen Oberwerrn und Kronungen stärkten wir uns, um das letzte Teilstück in Angriff zu nehmen."

Gemütlicher ging es bei der Familientour mit 2. Bürgermeister Franz Kuhn (Bürgerblock Oerlenbach) und Günther Gößmann-Schmitt über 22 Kilometer zu. In der Gruppe waren Jung und Alt vertreten, darunter Erwin Schott, mit 78 Jahren ältester Teilnehmer, und der fünfjährige Hannes Federlein, der mit seinem Kinderfahrrad gut mithielt. Alle 21 Starter erreichten sicher den Ausgangspunkt.

Gemeinsamer Ausklang war am Feuerwehrhaus, wo die Jugendfeuerwehr und ihre Leiter eine Stärkung servierten. Hubert Schott überreichte jedem Teilnehmer eine Urkunde. Hannes Federlein zog Nummern für Sachpreise, gestiftet von Gemeinde und örtlichen Unternehmen. "Das Wichtigste ist, dass wir alle wieder heil zurück sind. Dass zum ersten Mal das Wetter nicht ganz so gut mitspielte, hat die Freude nur gering beeinträchtigt", sagte Hubert Schott.