Mit vielen liebevollen Details geschmückt und mit interessanten Informationen ergänzt präsentierte der Kreis-Gartenbauverein Bad Kissingen auch heuer wieder seine zentrale Ernte-Dank-Ausstellung. In diesem Jahr war das Staatsbad Bad Brückenau Ausstellungsort. Kreis-Vorsitzende Irmgard Heinrich dankte den 13 Gartenbauvereinen für ihren enormen ehrenamtlichen Einsatz. Die Ausstellung ist heute von 8.30 bis 14 Uhr noch in der Wandelhalle zu sehen.


"Rund um den Apfelbaum"

"Rund um den Apfelbaum" ist der Stand des Gartenbauvereins Modlos überschrieben. Mit einem alten schmiedeeisernen Zaun hatte das Team um die Vorsitzende Sabine Fröhlich ihren Bereich abgegrenzt. Bis zu 15 Personen waren an der Vorbereitung beteiligt. Etwa sechs Wochen lang arbeiteten sie an dem Stand. Am Wochenende betreuten ihn die Mitglieder dann im Schichtbetrieb. Insgesamt 27 Apfelsorten wurden auf vielfältige Weise präsentiert: Die Besucher konnten kosten, die Mitglieder ergänzten die Verkostung durch jede Menge Informationen zum Anbau.


Garten als "Quelle des Lebens"

Kreative war auch der Bund Naturschutz: An dessen Stand lag ein "Memory-Spiel", das aus den Bildern und Ideen vieler Kinder zum Thema Schmetterlinge entstanden war. An allen Ständen informierten die Mitglieder der Vereine über ihre Arbeit. Spass und gute Stimmung herrschte auch beim Ausschank von Federweißen aus Ramsthal.
CSU-Landtagsabgeordneter Sandro Kirchner nannte den Gartenbau "eine Quelle des Lebens und der Nahrungsgrundlagen und überaus wichtig für die dörfliche Gestaltung". "Ernte-Dank ist immer etwas ganz besonderes", ergänzte Landrat Thomas Bold (CSU). Die Arbeit eines Jahres werde mit Spannung verfolgt und immer sei die Hoffnung groß, dass es eine gute Ernte wird. Die Menschen seien aufgerufen zum Innehalten und Nachdenken. "Es ist ganz wunderbar, wie die Menschen in den Dörfern dafür sorgen, die Kulturlandschaft zu erhalten, das Ortsbild zu prägen mit wunderschönen Gärten. Für viele gibt dies Anregungen und Impulse."
"Es ist phänomenal, wie toll die Wandelhalle ist mit diesen vielen verschiedenen Ständen und all den Angeboten", sagte Bürgermeisterin Brigitte Meyerdierks (CSU). Bezirksrätin Karin Renner (CSU) freute sich ebenfalls über den Blick von der Bühne hinein in die Wandelhalle: "So wie diese Halle mit diesen vielen kleinen Gärten kann ich mir das Paradies vorstellen." Die Natur sei das wichtigste Gut der Erde für die Menschen, dies gelte es "zu erhalten und dem Schöpfer dafür zu danken".


Heilwasser und Kurmusik

Bettina Lange, Vertreterin von Kurdirektorin Andrea Schallenkammer, dankte, dass "wir Gastgeber sein können für diese Präsentation des Gestaltens und Schaffens all dessen, was die Natur uns schenkt". Für die Gäste gab es Heilwasser und Kurmusik dazu kostenfrei. "Ich bin total überrascht von der Vielfalt der Ausstellung", sagte Bund Naturschutz-Vorsitzender Franz Zang. Für ihn war der Liegestuhl bei den Brückenauern und das Hochbeet der Schönderlinger ein Highlight der Ausstellung. Es sei beachtlich, dass der Gemüseanbau zunehme, "auch wenn der Rehbock mal den Brokkoli abfrisst". Der Garten sollte eine Oase der Vielfalt sein, denn es werde zunehmend schwieriger für die Schmetterlinge, Futter zu finden. "Ernte-Dank sollte uns bewusst machen, dass wir nur von 30 bis 40 Zentimeter Boden leben."


Lob der Kreisbäuerin

Kreisbäurin Rita Jörg betonte, dass die Arbeit in den Gartenbauvereinen eine wunderbare Gemeinschaftsleistung sei: "Ein Einzelkämpfer allein schafft das nicht." Für Unterhaltung bei der Eröffnung sorgte die Blaskapelle Geroda unter Leitung von Joachim Scholz.