"Vorstand und Helfer haben ein ganz dickes Lob verdient", sagte Kindertagesstätten-Leiterin Carola Wells, um die ehrenamtlichen Dienste zu würdigen. In Abstimmung mit Gemeinde, Landratsamt und Caritasverband hatten die Verantwortlichen vom Kindergartenverein mit Vorsitzendem Martin Greubel die Arbeiten vorbereitet.

Die Gemeinde hatte die Weichen gestellt, indem sie die Schaffung von Kleinkindgruppen in allen vier Ortsteilen befürwortete. In Rottershausen galt es, einen der Gruppenräume zu einem kleinkindgruppengerechten Bereich umzurüsten sowie Ruhezone, Sanitärraum mit Wickeltisch, Toiletten und Wasch- und Duschbereich zu schaffen. Man hatte sich zuvor angeschaut, was und wie man es in anderen Kindergärten gemacht hat. Und dann hatte man "ein auf unsere Bedürfnisse abgestimmtes Raumkonzept" geschaffen, erinnert sich 2. Vorsitzende Simone Herbst. Aus dem Investitionsprogramm "Kinderbetreuungsfinanzierung" standen 15 000 Euro für die Ausstattung zur Verfügung. 5000 Euro brachte der Verein zusätzlich für bauliche Anpassungen auf.

Jetzt können sich die Ein- bis Dreijährigen wohl fühlen. Neun besuchen die Kleinkindgruppe, die Erzieherin Sabrina Schneider leitet, assistiert von Kinderpflegerin Marion Seidl. Im Oktober kommt ein weiteres Kind. Bis zu zwölf Kleinkinder können aufgenommen werden. Und die können ein reiches Spiel- und Beschäftigungsangebot nutzen.

Für die Ausstattung holte der Verein drei Angebote ein. Zwischenzeitlich unterstützten Vorstandsmitglieder und weitere Helfer das Herrichten der Räume. In Eigenregie liefen vor allem Abbruch- und Malerarbeiten. Insgesamt kamen 94 freiwillige Helferstunden zusammen.

Mittagsschlaf mit Kuscheltier

Für die Kleinen gibt es einen abdunkelbaren Ruheraum mit Gitterbettchen und Matratzen. "Nach dem Mittagessen halten alle eine Ruhephase. Jedes Kind hat seine Decke, sein Kissen und sein Kuscheltier. Manche Kinder schlafen, andere ruhen nur", erläutert Simone Herbst. In dem jetzt auch von der Gruppe aus erreichbaren Sanitärraum zeigt sie eine Wickelkommode sowie einen Wasch- und Toilettenbereich. Viel Licht, freundliche Farben und geschickte Raumaufteilung sorgen in der Tagesstätte für frische Atmosphäre. Die Kinder können ab 7.15 Uhr kommen und je nach Bedarf der Eltern von montags bis donnerstags bis 16.30 Uhr bleiben, freitags bis 15 Uhr. "Wir helfen, dass Eltern Familie und Beruf möglichst gut vereinbaren können", erklärt Simone Herbst.

Neben dem Ausbau der Kleinkindgruppe managte der Verein die Sanierung der weiteren Sanitärbereiche. Die Wasserversorgung wurde neu gelegt, die Räume neu gefliest, gestrichen und neu ausgestattet. Diese Renovierung kam laut Greubel auf 75 000 Euro, zwei Drittel davon übernahm die Gemeinde. "25 000 Euro steuerten wir vom Verein bei, hoffen aber auf eine Zuwendung der Diözese. Die Höhe kennen wir noch nicht", schilderte er die Finanzierung. Eigenleistungen hätten vor allem der Vorstand und einige Eltern erbracht.

Zur Seite standen örtliche Unternehmen, die auch an Sicherheit und Brandschutz sowie einen zweiten Fluchtweg gedacht haben. Aktuell gibt es eine neue "Baustelle", denn es traten Mängel am Dach der Geräte- und Spielhalle auf. "Bei der notwendigen Reparatur, Material einschließlich Gerüst, finden wir bei Firma Klaus Müller unkomplizierte Hilfe", wissen die Vorsitzenden. Und bei der Umsetzung der Maßnahme werden neben Helfern aus dem Vorstand und Eltern auch Helfer aus der Kirchenverwaltung mitwirken. Man ist sich einig: "Alle Dienste sind Einsatz für die Kinder und damit für den Erhalt der Kindertagesstätte im Dorf. "