In einem feierlichen Akt wurde das Haus der Dorfgemeinschaft in Großenbrach eingeweiht. Der Gottesdienst musste wegen des Wetters kurzerhand von der Grotte, wo er eigentlich stattfinden sollte, in das Festzelt verlegt werden. Für die Umrahmung des Gottesdienstes, zu dem viele Vereine aus der Umgebung erschienen waren, sorgte die Blaskapelle Aschach unter der Leitung von Dirigenten Walter Borst.
Anlässlich der Feier war auch Diakon Manfred Griebel aus Haßfurt angereist, der mit seinen Wallfahrern auf dem Weg zum Kreuzberg seit vielen Jahren Station in Großenbrach macht. Feierlich war der Gottesdienst gestaltet worden.
In den anschließenden Grußworten äußerte sich Bürgermeister Wolfgang Back, dass die örtliche Bevölkerung eine große Gemeinschaftsleistung erbracht und sich hier sehr engagiert habe. "Ich hoffe, dass das Haus der Dorfgemeinschaft ein Haus für alle wird und hier noch viele freudige Ereignisse gefeiert werden", sagte das Marktgemeindeoberhaupt. Die Verwirklichung der Maßnahme sei nur durch den immensen Einsatz der Großenbracher möglich gewesen. Auch die Firmen, die am Bau beteiligt waren, hätten tadellose Arbeit abgeliefert. Der große Stein, der gemeinsam mit sechs kleineren den Ortseingang ziert, symbolisiere Großenbrach, wie Back feststellte.
Der stellvertretende Landrat Emil Müller meinte, dass sich in Großenbrach sehr deutlich die Wahrheit des Ausspruches zeige: "Je kleiner eine Dorfgemeinschaft, desto leistungsfähiger ist sie." Ohne die Hilfe der Ortsbevölkerung wäre es nicht zum Bau des Hauses der Dorfgemeinschaft gekommen. Er dankte auch dem Amt für Ländliche Entwicklung, das sich finanziell an den Maßnahmen beteiligt habe. "Ich wünsche euch, dass es mit der Euphorie und dem Stolz des heutigen Tages auch in Zukunft weitergeht", so Müller weiter.

Applaus für Neugebauer

Als der Vorsitzende der Freiwilligen Feuerwehr Großenbrach und einer der Hauptorganisatoren der Maßnahmen, Harald Neugebauer, ans Rednerpult ging, brandete Applaus auf, Bravo-Rufe waren zu hören. "Die Gemeinschaft, die man beim Umbau des Hauses erfahren hat, war gewaltig und grandios", so Neugebauer. Auch die neu angelegten Plätze und Wege seien so umgesetzt worden, wie die Bevölkerung dies gewünscht habe. Ein großes Lob sprach er den am Bau beteiligten Firmen aus: Diese könne man besten Gewissens weiterempfehlen. 6200 Stunden an Eigenleistung habe man erbracht, so der Vorsitzende.
Pfarrer Michael Kubatko und Diakon Manfred Griebel erteilten den kirchlichen Segen für das Gebäude. Insgesamt hat die Erweiterung des Feuerwehrhauses zum Haus der Dorfgemeinschaft, dessen Planungsphase Anfang 2011 begann, rund 250 000 Euro gekostet. Der Vorplatz und die Außenanlagen am Haus der Dorfgemeinschaft, die Neugestaltung des Dorfplatzes und die Fußweganbindung an das Gewerbegebiet Mangelsfeld werden mit 372 000 Euro zu Buche schlagen. "Ohne die vielen freiwilligen Stunden, die von den Großenbrachern aufgewendet wurden, hätte man das Projekt nicht realisieren können", sagte Bürgermeister Back.