Harmonie herrscht im Musikverein Rottershausen. Das belegten in der Generalversammlung Jahresberichte und Neuwahlen, bei denen die bisher Verantwortlichen in ihren Ämtern erneut das Vertrauen erhielten. Als wichtige Aufgabe sieht der Verein, Kinder für das Musizieren zu gewinnen. Deshalb hat er sich in das "WIM-Projekt" von Schule und Gemeinde eingegliedert.
Die wesentlichen Akzente des letzten Jahres stellte 1. Vorsitzender Philipp Stapf in seiner Rückschau heraus. "Super lief unser zweitägiges Hoffest, bei dem die Ramsthaler Schoppenbläser für frohe Stimmung sorgten. Einmal mehr konnten wir uns auf zuverlässige Helfer stützen", betonte er. Beim Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft - Unser Dorf soll schöner werden" bildete das Musikerheim Abschlussstation und Plattform, die Vereinsarbeit vorzustellen. Mit dem Adventsblasen klang das Jahr stimmungsvoll aus.


Musikstunde soll Freude wecken

"Mit Unterstützung der Gemeinde haben sich die Musikvereine Ebenhausen, Oerlenbach und Rottershausen zusammengeschlossen, um in den ersten und zweiten Klassen der Grundschule Oerlenbach eine Musikstunde in der Woche zu gestalten. Die Klassenlehrkräfte unterstützt Musiklehrerin Isabell Schmitt, um mit Spielen, Singen und Instrumenten die Freude an der Musik zu wecken bzw. zu steigern," erläuterte er das Wim-Projekt.
"Jeder - ob Musiker oder Mitglied - ist bei uns willkommen. Wir stellen Leihinstrumente zur Verfügung und beteiligen uns an den Kosten für eine Ausbildung", versicherte Stapf. Er freute sich über die beiden neuen Musikanten Christoph Gärtner und Jürgen Ulsamer. Mit ihnen zählt die Kapelle jetzt 19 Aktive. Der Verein selbst hat 94 Mitglieder. Im Moment wird überlegt, für kleinere Auftritte wie Ständchen ein einheitliches T-Shirt zu beschaffen.


Etwa jede Woche einmal

Im laufenden Jahr wird das Hoffest am 24. und 25. Juni gefeiert. Dank sagte der Vorsitzende allen Musikanten und vor allem Dirigent Siegbert Keßler, der sich mit großem Engagement seiner Aufgabe widmet. Keßler selbst schilderte die Arbeit mit den Musikern, die sich in 2016 zu 30 Proben und 20 Auftritten - davon elf weltliche und neun kirchliche - trafen. Von den 50 Terminen, die er im Detail auflistete, nahmen er selbst 47, Beate Werner 44, Heribert Seufert 42, Sonja Brettschneider 37, Anna Werner 35 sowie Stefanie Faulstich, Marcel Müller und Günther Seufert 34 wahr.
Die Finanzen fügte Sonja Brettschneider an. Ausgaben fielen für Miete und Nebenkosten zum Musikerheim, je 400 Euro für WIM-Projekt und Beitrag zum Nordbayerischen Musikbund an. Zudem hat der Verein für 4650 Euro neue Dirndl gekauft, die vom Bezirk mit 800 Euro und von der Gemeinde mit 465 Euro gefördert wurden. Haupteinnahmen waren Festerlöse, Beiträge, Spenden und ein Zuschuss des Landkreises zur Musikförderung. "Die Tracht verursachte im Abschluss ein Minus von 800 Euro", rundete sie ab.


Neuwahlen

Keine Probleme bereiteten die Neuwahlen unter Siegfried Erhard. Das uneingeschränkte Vertrauen erhielten Philipp Stapf als 1. und Heribert Seufert als 2. Vorsitzender, Sonja Brettschneider als Kassier und Stefanie Faulstich als Schriftführerin. Zu Kassenprüfern bestellte die Versammlung Friedrich Walter und Erich Werner. Als Notenwart fungiert Marcel Müller, als Jugendwart Theresa Werner. Als Beisitzer stehen Helga Faulstich, Christoph Gärtner, Theo Göbel, Anika Suckfüll, Anna Werner, Beate Werner und Laura Wüscher zur Seite. Als musikalischen Leiter bestätigten die Mitglieder Siegbert Keßler.
"Unverzichtbar für Dorf und Bewohner ist unsere Spirkenländer Blasmusik", werteten unisono 3. Bürgermeister Robert Erhard und Ortsreferent Dieter Werner. Beide würdigten die Dienste bei den Vorhaben der Vereinsgemeinschaft und beim Dorfwettbewerb, der in diesem Jahr auf Bezirksebene in die nächste Runde geht. Die Bewertungskommission wird Rottershausen am Montag, 26. Juni, also direkt nach dem Hoffest des Musikvereins, von 9 bis 11.30 Uhr besuchen. So könnte das Festzelt in den Rundgang einbezogen werden.