Er war in Ramsthal geboren und begann nach der Volksschule eine Ausbildung zum Huf- und Wagenschmied in Euerdorf. 1943 wurde er zur Wehrmacht eingezogen und erst ein Jahr nach dem Krieg kehrte er aus dem Internierungslager zurück nach Ramsthal. Anschließend arbeitete er als Geselle in Greßthal. 1950 legt er die Meisterprüfung in seinem Ausbildungsberuf ab. Nach rund vier Jahren wechselte er in die Industrie nach Schweinfurt und war dann bei Fichtel & Sachs über 30 Jahre in der Schmiede tätig. Seine kleine Werkstatt zu Hause war jahrzehntelang Anlaufpunkt für viele Ramsthal Landwirte und Bauherren für Metallarbeiten aller Art.
Die Kommunalpolitik war für Rudolf Günder ein wichtiger Aufgabenbereich, dem er sich gerne widmete. Seine offene Art und sein Sachverstand waren im ganzen Ort anerkannt und geschätzt. Sein Hobby war die Jagd. Nachdem er das Jagdrevier in Ramsthal von seinem Vater übernommen hatte, kümmerte er sich jahrzehntelang sorgfältig und intensiv darum. Kaum jemand kannte sich in der Ramsthaler Flur so gut aus wie er.
Auch wenn es in den letzten Jahren etwas langsamer ging, so sah man den Verstorbenen mit seiner Frau Waltraud immer wieder im Dorf, in Gaststätten oder Heckenwirtschaften, denn in Gesellschaft fühlte er sich wohl. Ende März feierte er noch mit seiner Frau im Familienkreis die Eiserne Hochzeit.
Der Trauergottesdienst mit anschließender Beisetzung findet am heutigen Mittwoch um 14.30 Uhr in Ramsthal statt. hla