Damit hatte Benno Nauth, einer der, wenn nicht sogar der wichtigste Aktivposten der Premicher Musikanten nicht gerechnet: Vorsitzender Mario Köth überreichte ihm die Ernennungsurkunde zum Ehrenmitglied. "Es macht mir Spaß", sagte der 60-Jährige zu seinem Engagement. Und: "Wenn es schon einen Verein gibt, muss man sich auch dafür einsetzen."
Das will Benno Nauth auch künftig tun, "wenn es die Gesundheit und vor allem die Zähne" erlauben. Allerdings könne man auch mit den "Dritten" Blasmusik machen. Er habe sich ein Ziel gesetzt, sagte der gelernte Maurer und Stapelfahrer: 50 Jahre wolle er aktiv sein. Dieses Jubiläum steht schon 2014 an.
Benno Nauth wurde am 25. September 1964 im Alter von zwölf Jahren Gründungsmitglied des Musikvereins. Seither, so Vorsitzender Köth, habe er die Kapelle als aktiver Flügelhornist unterstützt und sei seinem Instrument treu geblieben.
1977 wurde er in der Generalversammlung, obwohl er gar nicht anwesend war, zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Er hatte dieses Amt bis 1986 inne. Ab sofort habe er sich um die Jugend gekümmert.
1983 spielte die Kapelle erstmals zum Oktoberfest in Höingen auf. Sie pflegte viele Jahre eine Freundschaft mit dem Musikverein aus Ense. Auch das sei durch Nauths Initiative möglich gewesen. Im selben Jahr wurden die Aktiven erstmals mit Urkunden ausgezeichnet; dabei wurde auch er geehrt. Ein Jahr später konnte er auf 20-jährige musikalische Tätigkeit zurückblicken.
1989 feierte die Kapelle 25-jähriges Bestehen, Nauth wurde er mit der goldenen Vereinsnadel ausgezeichnet. In dieser Zeit hatte der Verein durch Recherchen, die vor allem von Nauth getätigt wurden, eine lückenlose, über 130-jährige Musikgeschichte im Ort nachgewiesen. Das wurde mit der höchsten Auszeichnung des Nordbayerischen Musikbundes, der Goldenen Medaille am Weiß-Blauen-Bande, ausgezeichnet. 1990 wurde dem Verein die Pro-Musica-Plakette verliehen, eine Auszeichnung des Kultusministeriums für besondere Verdienste und langjährige Pflege des instrumentalen Musizierens. Auch das war erst durch Nauths Nachforschungen eingeleitet worden.
Er war mit von der Partie bei der Aufnahme des ersten Tonträgers der Kapelle, wofür viele Proben notwendig waren. 2001 erfolgte eine weitere Aufnahme.
Seit 1991 wirkte Nauth als Mitglied des Vergnügungsausschusses im erweiterten Vorstand mit, übernahm bei Festlichkeiten Arbeiten, die von keinem Musiker gerne gemacht wurden. So trug er Verantwortung für die Küche. 1994 und 2004 wurde er mit Urkunden und Ehrennadeln vom Nordbayerischen Musikbundes und sowie der Bundesvereinigung ausgezeichnet. 1997 war er als Helfer immer wieder beim Bau des Musikheims aktiv. red