Über ihren bisher größten Erfolg bei einem Bad Kissinger Kurkonzert konnten sich die Nüdlinger Musikanten mit ihrem Dirigenten Christian Metz am Donnerstagabend freuen. Der laue Sommerabend machte es möglich, dass die Konzertmuschel der Wandelhalle nach außen zum Kurgarten gedreht werden konnte. Die zahlreichen Besucher - es dürften annähernd 300 gewesen sein - genossen an diesem Abend ein Konzert, das man als Einstimmung auf das Rakoczyfest ansehen kann.
Dass die Programmfolge, die von Vorstandsmitglied Erika Stollberger moderiert wurde, vom Publikum begeistert aufgenommen wurde, zeigte der große Applaus nach jedem Beitrag. Erika Stollberger nutzte auch die Gelegenheit, den Kurgästen die Gemeinde Nüdlingen kurz vorzustellen. Gegründet 772 - und damit älter als die Kurstadt - könne in acht Jahren das 1250. Ortsjubiläum gefeiert werden.

Breites Repertoire

Der schwungvolle "Weibermarsch" aus Lehars Operette "Die lustige Witwe" bildete den volkstümlichen Auftakt des Kurkonzerts. Vor allem bei der folgenden "James-Bond-Suite" mit den Titelmelodien aus "Leben und Sterben lassen", "In tödlicher Mission" und "Goldfinger" zeigte sich das durch Übungsfleiß erreichte, hohe Qualitätsniveau der Nüdlinger Musikanten. Sie und ihr Dirigent Christian Metz, der maßgeblichen Anteil daran hat, genossen sichtlich die Begeisterung in den Reihen des Publikums, das immer wieder mit "Bravo-Rufen" und rhythmischem Klatschen reagierte.
Sehr gut kamen die Filmmusik aus "Findet Nemo" und die musikalischen Erinnerungen an die Serie "Police Academy" an. Angenehme Erinnerungen rief auch das Bert-Kämpfert-Potpourri in den Sinn. Grandiosen Applaus gab es beim Medley "Abba-Gold", bevor die Nüdlinger Musikanten mit einigen Polkamelodien - "Sorgenbrecher-Polka", "Böhmische Hochzeitsreise", "Ein neuer Tag" und "Böhmischer Traum" - ihr breites Repertoire deutlich machten. Nach dem "Fliegermarsch" und einer Zugabe spendeten die Zuhörer den lang anhaltenden Schlussapplaus.