Bad Kissingen — Im Landratsamt wurden in diesen Tagen all jene Schulen, Vereine und Prüfer ausgezeichnet, die die meisten Sportabzeichen im Jahr 2013 abgelegt haben. Und, um gleich vorwegzunehmen, im Sportbezirk Unterfranken haben sich die Zahlen der erhaltenen Sportabzeichen innerhalb von nur zehn Jahren von einstmals 35 439 (2003) bis heute auf 15 731 mehr als halbiert. Einzig bei den Schulsportabzeichen konnten Würzburg Stadt (+ 58), Kitzingen (+32) und Bad Kissingen mit 125 mehr abgelegten Schulsportabzeichen gegenüber dem Vorjahr zulegen.
Das Plus bei den Kissinger Schulen sei aber umso erfreulicher, da mit 13 teilnehmenden Schulen im Jahr 2013 fünf Schulen weniger teilgenommen hätten als im Vorjahr erläuterte BLSV-Sportabzeichen-Referent Wolfgang Illig. Verantwortlich machte er dafür, dass dieser Schulsportwettbewerb einen gewissen Mehraufwand bedeutet, weil es neue Disziplinen gibt, und nicht alle Disziplinen auf die Bundesjugendspiele übertragen werden können. So stellte Illig mit Bedauern fest, dass sich für den aktuell laufenden Wettbewerb bislang nur zwei Schulen im Landkreis angemeldet haben. Selbst Landrat Thomas Bold merkte an, dass zu dieser kleinen Feierstunde fast immer die gleichen Schulen, Vereine und Prüfer kämen, aber "es ist ihr Verdienst, ihr Engagement, dass wir hier zusammenkommen". So sei es schon enorm, was hier in einigen Vereinen ehrenamtlich auf der Breitensportschiene gemacht werde. Allerdings beteiligen sich von den 139 im Landkreis gemeldeten Sportvereinen auch gerade einmal 13 an der Abnahme des Sportabzeichens, dies sei ein Plus von zwei Vereinen im Vergleich zum im Vorjahr, aber noch ausbaufähig, so die einhellige Meinung. Mit im Boot bei den Sportabzeichen ist seit nunmehr 25 Jahren die GEK Barmer Gesundheitskasse. So ließ Bezirksgeschäftsführer Richard Bott wissen, dass die Barmer seit 2009 keine Spitzensportler mehr fördert, sondern den Breitensport und das Sportabzeichen in den Schulen.

Beste Schulen

Beste Grundschulen (GS) bei der Ablegung des Sportabzeichens waren Elfershausen/Langendorf wo 12,5 Prozent aller Schüler/Schülerinnen das Sportabzeichen erhielten. Besser waren nur Maßbach/Poppenlauer mit 15,04 Prozent und Wildflecken mit 13 Sportabzeichen, was aber immerhin 37,14 aller Schüler/innen bedeutete. Von den beiden teilnehmenden Mittelschulen kamen Bad Brückenau auf 10,53 Prozent und Wildflecken auf 34,07 Prozent.
Bei den weiterführenden Schulen erreichten am Münnerstädter Gymnasium 17,12 Prozent aller Schüler das Sportabzeichen, beim Bad Brückenauer Gymnasium waren es 39,81 Prozent und sportlichste weiterführende Schule war die staatliche Realschule Bad Kissingen. Hier erreichten von den 956 Schülern/innen 392 das Sportabzeichen, das sind 41 Prozent.
Bei den kleinen Vereinen (bis 500 Mitglieder) war, wie in der Vergangenheit der FC Frankonia Eltingshausen mit 60 abgelegten Sportabzeichen erfolgreichster Verein vor der DJK Weichtungen mit 26 und dem SV Wildflecken mit 17 Sportabzeichen.

TSV Bad Kissingen vorn

Bei den Vereinen mit über 500 Mitgliedern war der TSV Bad Kissingen mit 48 Sportabzeichen erfolgreich, vor dem TSV Arnshausen mit 43 und dem TV/DJK Hammelburg mit 42.
Erfolgreichster Vereinsprüfer war wie im Vorjahr "Mister Sportabzeichen" Gerhard Fischer vom FC Eltingshausen und auch das Ehepaar Karola und Walter Manger vom FC Thulba erhielt zum zweiten Mal den von Oberstudiendirektor i.R. Hans-Joachim Raab gestifteten Pokal für "hervorragende Leistungen um den Sport".