Vier Gruppen kamen aus den Burkardrother Ortsteilen Frauenroth, Stralsbach und Wollbach, zwei sogar aus Oberthulba und Nüdlingen.
"Wir haben kein besonderes Motto", gab Cheforganisator Andre Keßler zu, der als Vorsitzender mit den Mitgliedern des Vereinsringes den Umzug wochenlang organisiert hatte. Spaß und Stimmung sollten im Vordergrund stehen. Und so war es dann auch: Für fetzige Party-Laune sorgte der Festwagen zur Erinnerung an die Fußballweltmeisterschaft und die Rock'n-Roll-Jugend in frechem Outfit ließ bei Älteren die Erinnerung an manche durchzechte Nacht in Jugendjahren aufkommen.
Einige Kindergartengruppen liefen in braver Ordnung, geführt von Eltern und Betreuern, eine ganze Stunde lang im Rosenmontagszug mit. Für sie war es sicher besonders aufregend, hatten sie sich doch viele lustige Verkleidungen ausgedacht. Besonders die fröhliche Gummibärchen-Gruppe gefiel Nicole Schmitt. Die junge Mutter aus Stangenroth hatte sich diesmal, den Kinderwagen immer im Blick, mit eigenem Kind das Spektakel vom Straßenrand aus angesehen. Schon seit Jahren ist sie immer beim Rosenmontagszug dabei. "Ich find's wieder toll", sagte sie, als der Zug mit knalliger Musik und lauten Helau-Rufen an ihr vorbeizog.

Thema Basaltwerk

Aktive Faschingstouristen mögen den einen oder anderen Wagen vielleicht schon aus Umzügen in anderen Ortschaften gekannt haben. Aber in Stangenroth mangelte es auch nicht an eigenen und vor allem neuen Ideen. Beispielhaft seien hier die mit jungen Damen besetzte Achterbahn oder die auf trockener Straße laufenden Insassen einer Wildwasserbahn genannt.
Gerade diese beiden Fußgruppen hielt Frank Mersdorf aus Oberthulba für besonders gelungen. Er war zum dritten Mal beim Stangenrother Rosenmontagszug, diesmal auch, um seinen Kindern zuzuschauen, die als Aktive mitmachen durften. Dietmar Straub fand auch den Wagen zum Thema "Basaltwerk" recht gut gemacht, bei dem auf humorvolle Art ein ernstes Thema aufgenommen worden war. "Man freut sich doch immer, wenn Menschen zur Unterhaltung der Gemeinschaft beitragen. Kritik üben kann jeder."
Sehr abwechslungsreich fand Jasmin Leitsch aus Modlos heuer den Faschingsumzug. Sie wollte keine Gruppe besonders hervorheben, hatten doch schließlich alle Teilnehmer sehr viel Mühe und Freizeit in ihre Verkleidungen und Dekorationen investiert. Ihrer Freundin Marina Bocklet aus Bad Bocklet, ging es ebenso. Seit etwa zehn Jahren kommen beide jedes Jahr am Rosenmontag nach Stangenroth. Im nächsten Jahr wollen sie "garantiert wieder dabei" sein.