Wenn 88 Tasten, 52 weiße und 36 schwarze, mit 400 Prozent Frauenpower harmonieren, kommt ein gelungenes Konzert dabei heraus. Die bezaubernden "Swinging Ladies and the pianoman" begeisterten das Publikum. Die Freude am Singen war den Ladies anzumerken. "Wir singen gerne und wir stehen gerne auf der Bühne", fasste Kirstin Metz zusammen.

Los ging es mit dem Evergreen "Bei mir bist Du Shein" von den Andrew Sisters. Bei jedem Lied war den vier Damen, aber auch dem verschmitzt lächelnden Pianoman die Freude an der Musik anzumerken.

Auch melancholischere Töne durften nicht fehlen, wie beim "Besame mucho - Love me forever" des mexikanischen Komponisten Consuelo Velázquez, das mit südamerikanisch gedämpften Rhythmen daherkam. Die Show auf der Bühne zeigte, dass die Sängerinnen voll in ihrer Rolle aufgingen, was beim Publikum sehr gut ankam.

Bei dem Tango-Medley "Unter den Pinien in Argentinien" waren die Zuhörer zum mitsingen aufgefordert. Witzige Texte wechselten mit melancholischen Passagen ab. Begeistert klatschte das Publikum beim "Wenn die Elisabeth nur nicht so schöne Beine hätt" mit.

Temperament war beim "Mambo Italiano" zu spüren, der von einem neapolitanischen Jungen und dessen Sehnsucht nach der Heimat handelte. Aber auch bekannte Hits wie "Yesterday" waren zu hören - im Stil der Swinging Ladies. So wurde Yesterday ein Lied über Orangenhaut und weitere kleine Wehwechen, was das Publikum sehr amüsierte.

Gegensatz von Mann und Frau

Überhaupt wurden mit viel Ironie Themen und der männlich-weibliche Gegensatz aufs Korn genommen. Angelehnt an die Comdian Harmonists kam man im Laufe des Liedes "Lass mich Dein Badewasser schlürfen" - in einer Version für Frauen - zum Endergebnis: "Dein Badewasser kannst Du selber saufen".

Medleys schlossen sich an, wobei Candy Borst mit ihrer kräftigen Stimme überzeugte, während die restlichen Damen als Background-Combo fungierten. Man merkte den Sängerinnen die Freude am Konzert an, was sehr viel Spaß bereitete. Und der Humor war einfach köstlich, als zum Beispiel aus dem "Rum and Coca Cola" von den Andrew Sisters ein Lied über "Nudeln und Ruccola" wurde. Die Ladies hatten sogar ihren eigenen Fanclub mitgebracht.

Mit der Zugabe "Lollipop" klang das Konzert aus. Das Publikum war von der flotten Show, der swingenden Musik und dem sympathischen Humor der vier Ladies begeistert und spendete am Ende des Konzerts großen Applaus.