Der Frühling ist eine schöne Zeit: Nach dem langen und dunklen Winter erwacht die Natur, die ersten Blumen recken ihre Köpfe der Sonne entgehen und auch die Fauna beginnt, aus dem Winterschlaf zu erwachen. Dieser schönen Jahreszeit entrichtete der Gesangverein 1890 Aschach e.V. im Kursaal Bad Bocklet seine musikalische Referenz. Das Chor- und Instrumentalkonzert bildete damit einen würdigen Abschluss der Quellentage.


Auch eigene Kompositionen

Ganz unter dem Motto "Nun will der Lenz uns grüßen" widmete man sich Frühlingsliedern. Chorleiter Robert Bauch und seine Sängerinnen und Sänger hatte mir seiner Liedauswahl - traditionellen deutschem Liedgut - ganz den Geschmack des Publikums getroffen.
Der gemischte Chor intonierte mit viel Gefühl. Die Freude am Singen übertrug sich aufs Publikum. Zwischen den Gesangspassagen spielte Lena Ney klassische Weisen auf dem Klavier. Mit der "Arabeske op. 18" von Robert Schuhmann hatte sie ein Stück ausgesucht, das der Komponist 1839 aus Liebe zu Clara Wieck, seiner späteren Ehefrau geschrieben hatte.
Auch auch der Chor schlug neben den fröhlichen auch besinnliche Töne an, zum Beispiel mit "Nimm Dir Zeit, werde still". Das Publikum lauschte andächtig.
Doch auch Eigenkompositionen brachten die Aschacher zu Gehör, so beispielsweise das Lied "Frühlingsnacht", zu dessen Text Robert Bauch die Melodie geschrieben hat.
Mit dem triumphalen Endvers "Frühling hat gesiegt", brachte die Eigenkomposition in ihrem Refrain die Tatsache auf den Punkt, dass die Herrschaft des Winters nun endlich vorbei ist. Robert Bauch trug dann das Gedicht "Der Frühlingswald" von Lina Schonder vor, einer Heimatdichterin aus der Region. Die bildhaften Verse machten so richtig Lust auf den Frühling.
Und dann, ja dann hatte auch noch ein Chor einen Auftritt, der in der Ankündigung nicht erwähnt worden war: Der Projektchor. Fragten sich nun die Zuschauer, wer dieser Chor denn sei, so wusste Robert Bauch sogleich eine Antwort: "Sie, mein liebes Publikum, bilden gemeinsam den Projektchor".
Und auch dieser Chor lieferte eine beeindruckende Leistung ab. Bekannte Volkslieder wie "Horch was kommt von draußen rein" und "Hoch auf dem gelben Wagen" zeigten, dass auch der Projektchor, also das Publikum, viel Freude am Singen hatte. Die Aschacher Männer trugen anschließend in Hommage an Ludwig Moritz aus Gefäll vor, einem unermüdlichen Sammler von Heimatliedern, wobei Robert Bauch sie auf seinem Akkordeon begleitete.
Tosender Applaus und Zugabe-Rufe der Zuhörer zeigten, das das Frühlingskonzert , eine Mischung aus traditionellen und klassischen Melodien, dem Publikum sehr gut gefallen hatte.