Wäre der Saloon nicht von Paintball-Geschossen sondern von Bleikugeln getroffen worden, er wäre schon durchlöchert. Während große Teile des Kissparks noch im Bau sind, hat auf dem Paintball-Feld mit Westernstadt bereits das erste Gefecht stattgefunden. "Den Leuten macht es draußen viel mehr Spaß als in der Halle", sagt Ideengeber, Betreiber und Mitinvestor Frank Sterrmann, der seine Paintball-Halle zugunsten des Kissparks inzwischen geschlossen hat.


Zehnmal so groß

Der neue Paintball-Bereich ist mit rund 5000 Quadratmetern fast zehn mal so groß wie der in der Halle", fährt Sterrmann fort. Doch im Kisspark will er noch mehr bieten als Paintball. Zum Beispiel eine Kart-Bahn, auf der zur Zeit Walzen ihre Runde drehen und den Asphalt verdichten. Zum Beispiel den gut 18 Meter hohen Kletterturm, von dem aus sich per Seilbahn das Gelände überqueren lässt. Außerdem wird ein "Free-Fall" Sprünge nach unten zulassen, ein "Mini-Bungee-Jumping", wie Sterrmann betont. Auch der Gastronomiebereich ist fertig und inzwischen vom Gesundheitsamt abgenommen. Andernorts wird noch gebaut. So erhalten einige Gebäude noch Terrassen auf den Dächern, die Garage für die vorerst zwölf Gokarts ist im Aufbau.

Frank Sterrmann ist zuversichtlich, dass der Kisspark rechtzeitig fertig wird. "Am 30. Mai machen wir auf, früh um 10 Uhr", versichert er. Die Werbung ist schon auf dem Weg.

Ihre Gäste erwarten Betreiber und Investoren nicht nur aus der näheren Umgebung. sondern aus einem Umkreis mit einem Radius bis 150 Kilometer, also auch aus den Räumen Kassel, Erfurt, Nürnberg. "Und die Leute für die großen Firmen-Events kommen aus ganz Deutschland", fährt Sterrmann fort. Zumal das Paintball-Feld internationales Format hat.


Heiligenfeld Kliniken mit im Boot

Mit zahlreichen Besuchern rechnen auch die Heiligenfeld Kliniken, sind sie doch finanziell an den Kosten in Höhe von 1,7 Millionen Euro beteiligt. "Wir halten das Kisspark-Konzept für zukunftsorientiert", hatte Fritz Lang von den Heiligenfeld Kliniken bereits im Februar dieses Jahres betont.

Zum zukunftsorientierten Konzept gehören auch eine Pfeil- und Bogen-Schießanlage, eine Hüpfburg, ein Biergarten mit Sonnenterrasse und die Angebote außerhalb. Zum Beispiel Kanu-Touren auf der Saale, Survival-Trainings, Rundflüge mit dem Motor-Gleitschirm und die Segway-Touren. "Morgen wird die Teerschicht der Kart-Bahn fertig, Ende der Woche kommen die Karts", sagt Frank Sterrmann auf dem Weg durch das Gelände. Am Kletterturm steht noch das Gerüst für die Restarbeiten.


Anstrengende Zeit

Sterrmann sprüht vor Begeisterung, sagt aber auch: "Es gibt Nächte, in denen ich nach einem 16-Stunden-Tag heimkomme, da geht nichts mehr." Und manchmal wache er angesichts der vielen Bürokratie um vier Uhr auf und könne nicht mehr einschlafen. Dennoch ist er sich mit seinem Mitinvestor sicher, dass sich sein Engagement lohnt: "In den letzten zwei Wochen habe ich erst so richtig realisiert, was da entsteht. Das wird eine ganz coole Nummer."

Vier fest angestellte Mitarbeiter und acht bis zehn 450-Euro-Kräfte werden sich anfangs um die Gäste kümmern.Doch wenn es einmal richtig läuft, dann werden bis zu zehn Hauptamtliche den Kisspark am Laufen halten, sagt Sterrmann.