Weigand nimmt sich viel Zeit, die Ausstellung in der Wandelhalle anzusehen. "Man schaut, was alles geboten wird." Er hat sich überall informiert: Blutdruckmessung, Fragen zum Thema "Gleichgewicht" und Kräftigung der Hände haben ihn vorrangig interessiert. Da hat er einige Neuigkeiten erfahren.
Waltraud und Manfred Weber sind regelmäßige Besucher der Gesundheitstage. "Wir sind von hier, und es gehört für uns einfach dazu, dass wir hier durchschauen." Ihr Besuch hat sich gelohnt: Zum Thema "Pflege", das sie beschäftigt, haben sie Auskunft bekommen. Und Waltraud Weber hatte außerdem ein aufschlussreiches Gespräch mit einer Ärztin, deren Spezialgebiet die Kosmetik ist. Rund zwei Stunden haben sie für ihren Rundgang eingeplant.
Auch Siegmar Mahlmeister und seine Frau kommen regelmäßig aus Bad Bocklet zu den Gesundheitstagen: "Wir sind in den letzten Jahren immer hier, um zu schauen, was es gibt und was sich auch verändert hat." Speziell interessieren sie sich für "Gesunde Ernährung" heißt. Manches haben sie in den vergangenen Jahren auf der Ausstellung kennen gelernt, worauf sie später zurückgekommen sind. Auch die Vorträge, die angeboten werden, finden sie gut. Gezielt suchen sie heraus, was ihnen interessant erscheint. "Es sind fundierte Vorträge, die weiterbilden", findet eine Besucherin aus der Pfalz. Sie kommt selber aus dem Bereich der medizinischen Information. Das Niveau sei sehr attraktiv. "Es sind Sachen, die wirklich der Gesundheit dienen, kein Hokuspokus." Dass beispielsweise gute Therapiemöglichkeiten vorgestellt werden, es "eine gute Gesamtübersicht über Kliniken und Therapieangebote" gebe, dass die Kliniken eine gute Möglichkeit haben, sich zu präsentieren, "das braucht man hier", sagt sie. So eine Veranstaltung sei "200 Prozent richtig".
Das große Themenspektrum, ist es, was die meisten Besucher als attraktiv und sinnvoll empfinden. Viele suchen zunächst konsequent die Stände auf, an denen das gezeigt und angeboten wird, was für sie vorrangig von Belang ist. Doch bei manchen weckt auch das, was daneben steht und eigentlich gar nicht Ziel des Besuchs war, Neugier. Sogar das Heilwasser erfährt an diesen Tagen stärkere Nachfrage, hat Brunnenfrau Nicole Rösner beobachtet. "Wir haben immer gut zu tun, aber in diesen Tagen ist es noch etwas mehr." Dass das Heilwasser unbedingt in das Programm der Gesundheitstage passt, merkt man spätestens, wenn Rösner die Interessenten, die "das" Wasser probieren möchten, vor dem Ausschank befragt: "Wir haben verschiedene Wässer. Brauchen Sie etwas für Bestimmtes für Niere, Blase, Galle, Atemwege?" Und dann empfiehlt sie einer Dame beispielsweise den Luitpoldsprudel: "Das ist die mildeste Quelle; das Wasser hat verhältnismäßig wenig Salz."
Mancher, der schon als Gast hier ist, nutzt das Wochenende ebenfalls. Anja Wille ist zur Kur hier. "Zu den Gesundheitstagen zu gehen und sich über Verschiedenes zu informieren, hat sich angeboten." Hat sie etwas Spezielles gesucht? "Naturheilkundliches und Burn-out-Prophylaxe sind für mich wichtige Themen", sagt sie. An zwei Tagen ist sie auf der Messe gewesen. Mit Naturheilkunde hat sie sich schon länger befasst; hier hat sie noch ein paar neue Einblicke bekommen. Augenblicklich steht sie am Stand von marius auravision. "Ich glaube ein Stück weit daran, dass, wenn man mit sich im Reinen ist, es eine Auswirkung auf die Aura hat." Manchem mag das unkonventionell erscheinen, doch auch Methoden, die einem Großteil der Menschen fremd sind, haben hier ihren Platz. Was gesund macht, was hilft, ist hier vertreten. Und die Heilkunst ist ein weites Feld.