Der Rechnungsprüfungsausschuss des Gemeinderates kontrollierte die einzelnen Posten mit den Schwerpunkten Bauhof, Schule, Energiekosten und Baumaßnahmen. Die Details erläuterte Alexander Böse als Vorsitzender des Gremiums. Insgesamt gab es viel Lob für den verantwortungsbewussten Umgang mit den Finanzen unter der Regie der Bürgermeister Siegfried Erhard und dessen Nachfolger ab 1. Mai 2014 Franz Kuhn.
An zwei Abenden befasste sich der Ausschuss mit den Einnahmen und Ausgaben. Die Fahrtenbücher für die Fahrzeuge wiesen keine Lücken auf. Höhere Reparaturen fielen für Unimog mit 6800 Euro, Löschfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Ebenhausen mit 6000 Euro, Waldtraktor mit 4000 Euro und Hausmeisterauto mit 3150 Euro an. Die Spritkosten minderten sich im Bauhof um 20 und bei den Feuerwehrfahrzeugen um 30 Prozent.
Beim Verkauf von Wertholz ergaben sich im Schnitt 78 Euro je Festmeter. Die Gesamteinnahmen aus dem Forst einschließlich Zuwendungen bezifferten sich auf 130 000 Euro. Für Rückearbeiten, Aufforstungen und Entgelt für die Waldbetreuung fielen 30 900 Euro an. Auf Nachfrage informierte der Bürgermeister, dass inzwischen bereits zwei neue Kettensägen beschafft wurden.
Einnahmen und Ausgaben für den Schulbetrieb blieben im üblichen Rahmen. Zusatzkosten verursachte im Schulhaus Rottershausen ein Wasserrohrbruch, der auch im Waldfriedhof Ebenhausen unvorhersehbare Aufwendungen brachte. Bei der Sanierung der Wilhelm-Hegler-Halle wurde kein Bauwasserzähler eingebaut, da der Verbrauch laut Architekten prozentual bei den Baukosten berücksichtigt wird.
Das Backhäuschen in Eltingshausen nutzt der Brieftaubenverein nicht mehr. "Die Grundgebühren sollten wir noch aufrecht erhalten, damit der Raum als Obdachlosenunterkunft oder für die Jugend verwendet werden könnte", empfahl der Bürgermeister. Hohe Stromkosten fielen in der Kulturscheune Eltingshausen durch Heizstrahler an. Künftig werden die Zähler stände vor und nach Veranstaltungen abgelesen und bei der Nutzungsgebühr verrechnet.


Zuweisungen stehen noch aus

Grund-, Gewerbe- und Hundesteuer wurden ordnungsgemäß erhoben. Bei den Baumaßnahmen blieben die Abrechnungen unter den Angebotssummen. Nur bei der Riedelgrube Ebenhausen ergab sich eine Erhöhung um 3000 auf 75 000 Euro. Der Verwaltungshaushalt registrierte ein Einnahmeplus von 227 000 Euro. Im Vermögensetat wurden 3 150 000 Euro weniger verbucht, weil Zuweisungen noch ausstehen, nämlich 550 000 Euro für Breitbandförderung, 400 000 Euro für die Hegler-Halle, 212 000 für Gemeindestraßen und 163 000 Euro als Landesmittel für Kindertagesstätten. Außerdem wurden 1,5 Millionen Euro noch nicht aus der Rücklage genommen.
"Sparsam- und Wirtschaftlichkeit behielten großen Stellenwert. Der Haushaltsplan wurde eingehalten. Einsparungen glichen Überschreitungen aus. Alle Einnahmen und Ausgaben sind begründet und belegt. Die Verwaltung führte die Gemeinderatsbeschlüsse aus", würdigte Alexander Böse und verwies darauf, dass vor allem die Abrechnung für die Sanierung der Wilhelm-Hegler-Halle noch ausstehe.
Der Verwaltungshaushalt schloss 2014 mit 6,2 und der Vermögenshaushalt mit 4,8 Millionen Euro ab. Dem Vermögensetat wurden 1,15 Millionen zugeführt, deutlich über dem Mindestbetrag von 15 000 Euro. In die Rücklagen flossen 456 000 Euro. Ende 2014 betrug der Schuldenstand 2,1 Millionen Euro bzw. 423,52 Euro je Einwohner.
Einhellig billigte der Gemeinderat die Jahresrechnung 2014 und sprach der Verwaltung Dank und Anerkennung aus.