Auf überaus großes Interesse stieß der fünfte Bilderabend "Hausen - wie es einmal war", den die Freiwillige Feuerwehr in der Mehrzweckhalle veranstaltete. Digitalisierte alte Fotos, Stiche, Dias und Super-8-Filme führten in das Hausen vergangener Jahrzehnte und Jahrhunderte. Am Ende waren sich alle einig: Auch im kommenden Jahr wird es eine Neuauflage geben.
Mit rund 230 Personen war die Mehrzweckhalle in Hausen bis auf den letzten Platz gefüllt. Auch viele ehemalige Häusler hatten den Weg in den Bad Kissinger Stadtteil gefunden. Feuerwehrkommandant Bernd Czelustek hatte aus der historischen Sammlung der Wehr fast 300 Bilder ausgesucht, die nach verschiedenen Themen gruppiert waren.

Fotos aus 100 Jahren

Zunächst galt es, anhand von alten Luftbildern und Stichen die Entwicklung des Dorfes zu rekonstruieren. Eine weitere Serie von Bildern beschäftigte sich mit umfangreichen Baumaßnahmen, die Mitte der siebziger Jahre in Hausen stattfanden: Die Kanalisation wurde errichtet, Straßen ausgebaut, Pfarrheim und Kindergarten erneuert. Auch eine Renovierung der Kirche stand seinerzeit auf dem Programm. Ein Wiedersehen gab es mit der alten Schäferei (mittlerweile im Freilandmuseum Fladungen) sowie der Bocksmühle, wie sie vor dem Brand 1934 war, und deren Bewohnern. Spannendes Detail das alte Wasserrad, das lange nicht mehr existiert.
Auf verschiedenen Bildern aus einem Zeitraum von rund 100 Jahren wurden die verschiedenen Ordensschwestern dargestellt, die in Hausen als Kindergärtnerinnen oder Lehrerinnen wirkten. Gleiches galt für die Pfarrer und Lokalkapläne, wobei es leider auch mithilfe des Publikums nicht gelang, alle zu identifizieren.
Ein großes Kapitel war dem letzten Pfarrer "von und zu Hausen", Georg Hirschbrich, gewidmet, aus dessen Diabestand auch viele der Aufnahmen aus den letzten Jahrzehnten waren.

Dank an Werner Eberth

Erstmals wurde ein digitalisierter Super-8-Film präsentiert, den 1977 der damalige Pfarrgemeinderatsvorsitzende Werner Eberth gedreht hatte. Die Feuerwehr dankte Ebert mit einer besonderen Würdigung für die Überlassung seiner Filme: Stellvertretender Vorsitzender Jochen Nürnberger und Kommandant Bernd Czelustek überreichten ihm eine Dankurkunde, die seine "Herausragenden Verdienste um die Dokumentierung und Aufarbeitung der Geschichte des Stadtteils Hausen und seiner Vereine würdigt. Eberth selbst stellte den zweiten Band seines Werkes über Julius Kardinal Döpfner vor, der ab sofort bei Fernseh-Müller in Hausen käuflich zu erwerben ist.