"Wenn ich heute zurückdenke, muss ich sagen, es war immer eine schöne Zeit an Fasching auf der Bühne zu stehen", sagt Henz. Ihm mache es besonders Spaß, das Ortsgeschehen zu beleuchten. Die Hassemicher Faschingsstrategen wüssten, dass das immer wieder gut ankomme. "Aber so langsam muss ich auch bei den Faschingsauftritten an meine Rentnerzeit denken. Einmal wird es halt genug", erklärt Henz.
Dass der Sportverein ihm viel zu verdanken hat, erwähnte Vorsitzender Reinhold Schmitt in der Faschingssitzung. Zum 25-jährigen Bühnenjubiläum gab es für Henz nicht nur die Verdiensturkunde, sondern auch einen Geschenkkorb und viel Beifall aus dem Saal. Dass er sein Handwerk nach wie vor versteht, zeigte Henz auch in diesem Jahr.
Mit Berthold Metz trat er als Hassenbacher Zweigestirn auf die Bühne. Die beiden nahmen mit dem Geschehen um den Bundespräsidenten, dem Flughafen Berlin und den Sorgen um die Energieversorgung die große Politik aufs Korn. "Wer muss zahlen? Wer muss ran? Immer nur der kleine Mann", lautete ihr Kommentar dazu.
Aber auch das sanierte Gemeindehaus war ein Thema. So wussten sie, dass die gemauerte Insel vor dem Karlheinz-Rost-Backhaus nicht ein Örtchen für das große und kleine Geschäft ist. Im Übrigen sei den Nörglern gesagt, das Gemeindehaus sei nun fertig.
Beim weiteren Auftritt von Henz hatte mancher Besucher gar Lachtränen in den Augen: Als Lothi in alter Feuerwehrmontur wollte er unbedingt Mitglied in der Hassemicher Feuerwehr werden. Seine Begeisterung fand keine Grenzen: "Ich bin der beste Mann auf Erden und will in Hassemich Feuerwehrmann werden. Denn wenn ihr ruft tatü, tata, dann ist der Lothi auch schon da".
Auch die weiteren Akteure sorgten mit witzigen Einlagen für Faschingslaune. Sebastian Schübert spielte den "SV-Hausmeister". Ihr gesangliches Talent bestätigten Andreas Gabalier (Jürgen Straub) und die "Toten Hosen" (Egon Schmidt, Jürgen Straub, Berthold Metz und Magnus Ditzler). Als Live-Sänger entpuppte sich Moderator Metzi (Christoph Metz). Ihm zur Seite stand die Schwester von Florian Silbereisen (Sebastian Schübert). Die Sulzthaler Mädels präsentierten einen Marschtanz. Mit einem Boxenstopp kamen die "Wilden Hühner" auf die Bühne. Die Poppenrother Garde "No Name" begeisterte mit Apres Ski. Die "Dance Generation" aus Aura zeigte das Leben der griechischen Götter. Mit Schwung und Elan präsentierten sich auch die "Girls United" aus Machtilshausen. Zu den Höhepunkten des Abends zählte der Auftritt des Hassenbacher Tanzmariechens Sarah Schmitt und der Tanzgarde "Dream Girls". Wochenlang hatten sie mit ihren Trainerinnen Lisa Pentenrieder und Anja Gerndt dafür trainiert.