Nach Sanierung und Erweiterung der Wilhelm-Hegler-Halle kommt auf die Gemeinde mit dem Bauhof an der Rottershäuser Straßer ein nächstes Großprojekt zu. Den dringenden Handlungsbedarf billigte der Gemeinderat, nachdem Architekt Norbert Hemberger eingehend den Ist-Zustand darlegte und mögliche Varianten zur Umgestaltung anfügte. Ziel ist, eine konkrete Bauplanung einschließlich Kostenübersicht zu erstellen und sukzessive die Umsetzung in den nächsten Jahren anzugehen.Zusammen mit Bürgermeister Franz Kuhn und Bauhofleiter Michael Schmitt erarbeitete Hemberger in vielen Stunden ein Konzept, das schließlich in eine abgespeckte vertretbare Lösung mündete.


Hauptgebäude erhält Anbau

"Die Vorgaben der Arbeitsstätten-Richtlinien flossen ebenso ein wie bestehende Bauten, Freiflächen, Zufahrten, Fahrzeuge mit Anbauteilen, Groß- und Kleingeräten, Lagerzonen sowie Tankstelle mit Waschplatz für Fahrzeuge. Die Sozialbereiche wie Besprechungs- und Umkleideraum, Duschen, Toiletten sowie Büro sind längst sanierungsbedürftig", machte der Bautechniker deutlich. Per Fotos und Planskizzen erläuterte er die Vorstellungen. Das bestehende Hauptgebäude an der Rottershäuser Straße erhält danach einen Anbau, der die Sozialmisere beheben soll. Bisher wurde nur das Haupttor für Zu- und Ausfahrt genutzt. Ein zweites Tor aber besteht zum Rottershäuser Weg, das nach Öffnung künftig ein Wenden und Rangieren auf dem Hof überflüssig machen soll.


Innenbereich komplett neu

Der gesamte Innenbereich wird neu angelegt. Es gibt Schüttboxen wie für Sand, Kies und Rindenmulch, in Reihe und entsprechender Länge und Breite angeordnet, um das Anliefern größerer Mengen zu erleichtern. Dazu kommen systematische Zonen für Baumaterialien aller Art. Alle Fahrzeuge und Anbauteile können in Garagen bzw. einer Halle untergebracht werden. Neben der Seitenausfahrt ist ein Zusatzbau mit Platz für ein Fahrzeug und einer Reparaturgrube denkbar. Beibehalten wird eine Tankstelle mit Waschplatz und Ölabscheider. "Das rechnet sich finanziell und zeitlich. Engpässe werden vermieden", ergänzte dazu Nils Seidl.

Die vor Jahren erworbene Scheune im rückwärtigen Bereich des Geländes soll aufgegliedert werden. "Der vordere größere Teil soll als Holzlager vor allem für die vielen Bänke, die über die Wintermonate einzulagern sind, und kleine Schreinerwerkstatt dienen. Der hintere Bereich könnte abgetrennt werden, um dort einen Raum für die offene Jugendarbeit zu schaffen. Inbegriffen wären WC-Anlagen und Heizung, um einen Ganzjahrestreff zu schaffen", erklärte Hemberger. Im angrenzenden Außenbereich könnte ein Grillplatz entstehen. Bei der Umgestaltung - so der Bürgermeister - könnte sich die Jugend einbringen, um das Mitgeschaffene entsprechend zu schätzen und zu behandeln.


Vorstellungen vom Rat begrüßt

Die neuen Baukörper - so regte der Gemeinderat an - sollen Pultdächer erhalten. Das Oberflächenwasser könnte dem Dorfbach, der verrohrt am Bauhof vorbeiführt, zugeleitet werden. Zu prüfen sei, ob auf den Dächern Fotovoltaikanlagen aufgesetzt werden. Einhellig begrüßte der Gemeinderat die Vorstellungen. "Das Ganze ist wohl durchdacht. Als erste Schritte sollten Sozialbereich und Jugendraum angegangen werden", würdigte Klemens Wolf.

Der Kindergartenverein St. Dionys Rottershausen bat um einen Zuschuss für neue Heizöltanks. Der in die Jahre gekommene kellergeschweißte Tank ist mit 20 000 Liter Fassungsvermögen zu groß ausgelegt und müsste aufwändig auf Vordermann gebracht werden, um den aktuellen Richtlinien zu entsprechen. Die Kosten dafür würden sich auf fast 6000 Euro beziffern. Der Gemeinderat sagte die Übernahme von zwei Drittel der Kosten von 8600 Euro für sechs Einzeltanks mit je 1500 Liter zu. Enthalten sind Demontage und Neuinstallation. In Ebenhausen kann in der Waldstraße und in der Eichenstraße je ein Einfamilienhaus mit Doppelgarage entstehen, wobei zum zweiten Vorhaben Befreiungen zu Dachform, Dachneigung und Baugrenze erteilt wurden. In Eltingshausen kann in der Steinstraße ein Dreifamilienwohnhaus errichtet werden. Stellplätze sind nachgewiesen.