Im Rahmen der Thematik "Konversion" war Staatsminister MdL Thomas Kreuzer (CSU) am Mittwoch in den Einrichtungen der Bundeswehr, Saaleck-Kaserne und Rhön-Kaserne, sowie in den zugehörigen Kommunen Hammelburg und Wildflecken zusammen mit Landrat Thomas Bold (CSU) und dem stellvertretenden Regierungspräsidenten von Unterfranken, Dr. Andreas Metschke, unterwegs.
"Die Gemeinde hat große Aufgaben zu bewältigen. Ich werde sie nach besten Kräften unterstützen. Ich wünsche Wildflecken und seinen Bürgern alles Gute in der Zukunft", schrieb Kreuzer dem Bürgermeister Alfred Schrenk (SPD) ins Goldene Buch der Marktgemeinde. Nach einer Besichtigungstour durch die Volksschule in der Rhön-Kaserne und die alte Schule im Ort sowie durch die abrissreife Hochbausiedlung am nördlichen Ortsrand und das Gewerbegebiet in der ehemaligen Kaserne Oberwildflecken war der Chef der Bayerischen Staatskanzlei sichtlich beeindruckt von den Kostenpaketen, die auf Wildflecken zukommen werden.
"Nicht nur die Gespräche mit den Bürgermeistern in Hammelburg, sondern auch die Projekte in Wildflecken finde ich beeindruckend", sagte Kreuzer. Durch den Wegzug der amerikanischen Soldaten Mitte der 1990er Jahre gebe es erhebliche Strukturprobleme für Wildflecken. "Das Dramatische ist hier, dass es eine relativ kleine Gemeinde trifft", sagte Kreuzer. "Hut ab, mit welchem Engagement die Probleme hier angegangen werden", sagte der Staatsminister.
Im Rahmen der Konversion biete sich jetzt die Chance, die Marktgemeinde Wildflecken zu unterstützen. "Gott sei Dank, dass hier der Standort der Bundeswehr erhalten blieb", betonte er. Die Konversion unterstütze Maßnahmen wie Städtebauförderung, Wirtschaftsförderung und die Förderung von Bildungseinrichtungen mit Hilfe des Finanzausgleichsgesetzes (FAG). "Da versucht man, den betroffenen Kommunen finanziell unter die Arme zu greifen", erklärte Kreuzer. In Hammelburg sei die Lage nicht so dramatisch wie in Wildflecken. Doch habe es auch dort eine erhebliche Reduzierung der Soldaten gegeben. Das städtebauliche Entwicklungskonzept sei für Hammelburg schon in Arbeit, erklärte Kreuzer. "Die Konversion unterstützt solche vernünftigen Projekte", bestätigte er.
Über fünf Millionen Euro werde die Auslagerung der 150 Schüler aus dem Kasernenbereich in den Ort samt Sanierungsmaßnahmen kosten, erklärte Wildfleckens Bürgermeister Schrenk während der Besichtigungstour. Erhebliche Kosten kämen auch beim Abriss der leerstehenden Hochhäuser "Klein-Manhattan" auf die Gemeinde zu. Eine Menge Geld müsse auch beim weiteren Ausbau des Gewerbegebietes in die Hand genommen werden, sagte Schrenk.