Zum 21.Male fand der von der Sektion Bad Kissingen des Deutschen Alpenvereins ausgerichtete jährliche Berggottesdienst auf der Bad Kissinger Hütte im Tannheimer Tal in Tirol/ Österreich statt. Bereits am Freitag und Samstag traten die angereisten Bergfreunde den Aufstieg zur Bad Kissinger Hütte in 1800 Metern Höhe an. Dort angekommen, genossen viele den beliebten Apfelstrudel der Hüttenwirtin.

Andere wiederum machten sich auf den weiteren Weg zum Gipfel des 1992 Meter hohen Aggensteins.
Am Abend traf man sich dann zum gemeinsamen Abendessen an dessen Ende, der 1.Vorsitzende der Sektion, Bernd Eisenmann, die Pächterin der Hütte Andrea Walch, für deren 20-jähriges erfolgreiche Wirken als Hüttenwirtin der Bad Kissinger Hütte im Namen der Sektion, ehrte. Mit Bergliedern bei denen alle begeistert mitsangen, gestalteten die Oerlenbacher Musikanten den Rest des Abends.

Bewegende Momente

Am Sonntagfrüh, fanden sich dann eine große Anzahl Bergfreunde, Mitglieder der Sektion, heimische Leute der Bergwacht, Gäste, Bergsteiger und Wanderer vor der Hütte ein, um vor einer herrlichen Bergkulisse und bei schönstem Bergwetter, gemeinsam einen ökumenischen Berggottesdienst zu feiern. Gestaltet wurde der Berggottesdienst in diesem Jahr von Dekan Dr. Matthias Büttner aus Bad Neustadt, selbst ein leidenschaftlicher Bergsteiger und der Gemeindereferentin der Pfarrei Garitz, Barbara Voll.

Begleitet wurde der Wortgottesdienst von den Oerlenbacher Musikanten, die mit ihren Blasinstrumenten und Liedern den Wortgottesdienst einen festlichen Rahmen gaben. Dekan Büttner erinnerte unter anderem auch an seinen Vorgänger Pfarrer Roland Breitenbach aus Schweinfurt, der 17 Jahre den Berggottesdienst begleitet hat und leider bedingt durch einen Unfall nicht mehr dabei sein kann. Es war ein bewegender Moment der Besinnung, Worte und Gebete des Nachdenkens, die Dekan Büttner und Barbara Voll den Anwesenden unter freiem Himmel in einer herrlich umrahmten Bergwelt vermittelten.

Hilfe für Nepal

Man gedachte auch der Menschen der Bergregionen im Nepal, die durch das Erbeben viel Leid erfahren mussten. Den ansehnlichen Betrag den die anschließende Kollekte für die leidgeprüften Menschen dieser Bergregion erbrachte, konnte persönlich einem anwesenden nepalesischen Sherpa, der selbst vom Erdbeben betroffen ist, und derzeit mit seiner Frau in der Hütte vorübergehend hilfreich mitwirkt, als direkte Hilfe für sein Dorf, übergeben werden. Im Anschluss an den Wortgottesdienst fand dann das traditionelle Weißwurstessen in der Bad Kissinger Hütte statt, bevor es wieder zum Abstieg ins Tal und auf die Heimreise ging.