Wie bereits seit vielen Jahren war der Weihnachtsbasar der Nüdlinger Werkstatt ein Riesenerfolg. Er war zum 16. Mal vom Personal und den Mitarbeitern mit viel Fleiß und Kreativität vorbereitet worden und hat sich zu einem Treffpunkt der gesamten Region entwickelt.
Über den ungewöhnlich starken Andrang, der viele Stunden anhielt, zeigten sich Werkstattleiter Martin Denninger und sein Stellvertreter Gerd Bieber sehr zufrieden. Das aktuelle Anliegen der Werkstatt, Arbeit für ältere, schwächere Mitarbeiter zu bekommen, sei von mehreren Firmen mit Interesse zur Kenntnis genommen worden, sagte Denninger. Noch gebe es keine konkreten Aufträge, doch seien diese zu erhoffen, so der Werkstattleiter.
Nach dem Motto "Kristallglanz und Sternenstaub" waren sämtliche Räume festlich gestaltet worden. Bereits im Vorfeld der Werkstatt wurden die Besucher, vor allem die Kinder, durch eine Schneekanone mit winterlichem Zauber begrüßt. Gegen Abend sang der Stralsbacher Chor "Nur Mut" adventliche Lieder zur Begrüßung der Besucher. Vorweihnachtliche Stimmung wurde auch von mehreren Alpakas verstärkt. Die freundlichen Tiere ließen sich gern von den Besuchern streicheln.
Wer sich einige Geschenkartikel auswählen wollte, hatte an zahllosen Ständen die Qual der Wahl. Das gemeinsame Miteinander zwischen Behinderten und Nichtbehinderten, das genussvolle Feiern im neu gestalteten Speisesaal bei Kaffee und Kuchen, waren erwünschte Ziele, die auch in diesem Jahr voll erreicht wurden.
Emily und Verena, beide acht Jahre alt, waren zusammen mit ihren Omas aus Premich nach Nüdlingen gekommen. Es war ihr erster Besuch in der Lebenshilfe-Werkstatt und von der weihnachtlichen Athmosphäre waren sie sichtlich bezaubert. Gefreut haben sie sich über ein paar Engelsfiguren, die ihnen die Omas kauften. Begeistert waren sie auch besonders von der buchstäblich "märchenhaften" Puppenausstellung der Nüdlingerin Margarete Bömmel. "Wir kommen bestimmt nächstes Jahr wieder", schwärmten Emily und Verena und die - ebenfalls begeisterten - Omas stimmten zu.
Sehr erfreut war der Autor des "Nüdlingen-Krimis" Kilian Biefel über die Resonanz auf sein Erstlingswerk und den Verkaufserfolg des Büchleins "Schuld und Sühne" im Rahmen des Weihnachtsbasars. Wie er berichtete, waren alle 80 der mitgebrachten Exemplare bereits kurz nach 16 Uhr ausverkauft.