Die Nachbarin, die ein großes Wohnhaus in der Bismarckstraße direkt neben dem Fürstenhof-Gelände bewohnt, hatte sich mit einer ganzen Liste von Einwänden gegen das Luxus-Hotel gewandt und die Aufhebung der Baugenehmigung gefordert. Aber weder geltend gemachten Verfahrensfehler bei der Aufstellung des Vorhaben bezogenen Bebauungsplans für das 80-Millionen-Euro-Projekt, noch die von den Anwälten angeführten zahlreichen Verstöße gegen das Rücksichtnahmegebot waren geeignet, die im September 2011 erteilte Baugenehmigung für die Sanierung der ehemaligen Diabetes-Reha-Klinik und den Neubau eines 125-Betten-Hotels zu Fall zu bringen.
Im Mittelpunkt des Prozesses stand die von der Klägerin befürchtete "massive Lärmbelästigung". Um die Belastung der Gäste und Bewohner im Kurgebiet so gering wie möglich zu halten, hat die Stadt den Genehmigungsbescheid mit zahlreichen Lärmschutz-Auflagen versehen. Das Gericht kam zu dem Ergebnis, dass die Genehmigung rechtmäßig ist und die Klägerin nicht in ihren Rechten verletzt. Eine Begründung liegt noch nicht vor, mit dem schriftlichen Urteil ist erst in einigen Wochen zu rechnen. kwp