"Nicht nach hundert, wie in der Politik üblich, sondern nach genau 50 Tagen" möchte ich eine erste Zwischenbilanz unserer Arbeit ziehen", begrüßt Helmut Beck, der neu gewählte Vorsitzende des Seniorenbeirats der Stadt, die Mitglieder des Plenums, dem neben den gewählten elf Beiräten auch die Seniorenbeauftragte des Stadtrats Karin Renner, der Leiter des Referats Jugend, Familie und Soziales David Rybak, und Oberbürgermeister Kay Blankenburg angehören.
Beck berichtete, dass die Beiräte ihre Aufgaben ernst nehmen. Es werde engagiert und streitbar diskutiert, im Bau- und Ordnungsamt finde man Aufmerksamkeit, die Zusammenarbeit mit den Gremien der Stadt funktioniere.
Auch die Abstimmung mit dem Familienbeirat und die Zusammenarbeit mit dem Stadtratsbeauftragten für Behinderte, Bernhard Schlereth seien auf den Weg gebracht. "Wir wollen ernst genommen werden und wir werden ernst genommen", zog er ein erstes Fazit. Besonders dankte Beck dem Sozialreferatsleiter David Rybak, der ihm unkompliziert viele Türen öffne.

Arbeitskreise aktiv

Auch die drei gebildeten Arbeitskreise haben ihre Hausaufgaben gemacht, meinte Beck. Die stellvertretende Vorsitzende Leopoldine Wiesner berichtete für den Kreis "Soziale Aufgaben", dass der Flyer des Seniorenbeirats überarbeitet wird. David Rybak versprach Unterstützung bei der Initiative "Senioren helfen Senioren" und regte eine Zusammenarbeit der Senioren mit dem Heimwerkerprojekt des Mehrgenerationenhauses an.
Dieter Jonas kümmert sich um die Belange der Senioren im Arbeitskreis "Bau und Verkehr". Er berichtet, dass nicht alle Vorstellungen des Beirats die Zustimmung des Stadtrats gefunden hätten. Der Arbeitskreis wolle seine Vorstellungen zum Radwegekonzept und zur Langzeitplanung der Stadt für ein barrierefreies Bad Kissingen einbringen. Für die Baumaßnahme Behördenzentrums sei kurzfristig ein Maßnahmenplan zu erstellen, der die Belange der Senioren berücksichtigt. Dabei will der Arbeitskreis mitwirken.
In diesem Zusammenhang wurde auch die Verkehrsführung bei der nun beginnenden Großbaustelle am Wohnpark Burkardus kritisch hinterfragt. Der Baustellenverkehr werde durch die enge und steil ansteigende Burkardusstraße mit Wendehammer geführt und münde auf die vielbefahrene Kapellenstraße. Dies gefährde die Sicherheit der Bewohner und werde zu kritischen Situationen in der Kapellenstraße führen.
Der Argumentation, dass der Baustellenverkehr nicht durch die Kurzone führen dürfe, schlossen sich einige Mitglieder nicht an: In einem Jahr werde das ganze Gebiet sowieso nicht mehr von der Satzung geschützt sein, deshalb könne der Stadtrat durchaus eine Ausnahmegenehmigung verantworten.

Kein Zebrastreifen

Die Seniorenbeauftragte des Stadtrats Karin Renner berichtete aus dem Bauzuschuss, dass dem Wunsch des Beirats für einen Zebrastreifen in der Schönbornstraße auf Höhe der Mar-bachapotheke auf Anraten der Polizei nicht entsprochen wird. Hingegen werde die nach dem Ausbau zur gefährlichen "Rennstrecke" gewordene Straße vom Klaushof zum Salinenblick durch einen "Geschwindigkeitstrichter" entschärft.
Schriftführer Roland Fenn lud für den Arbeitskreis "Öffentlichkeitsarbeit und Veranstaltungen" zu zwei Veranstaltungen ein. Am 13. Mai um 16 Uhr referiert Rüdiger Fehr im Burkardus Wohnpark über das Thema "Wie entlaste ich meine Nachkommen, wie kann ich vorsorgen" und am 23. Juni treffen sich die Senioren zu einer "Alternativen Stadtrundfahrt".