Eine Gedenkveranstaltung "1866 - 2016. Das Gefecht bei Kissingen" gibt es am 10. Juli, dem 150. Jahrestag des Gefechts, in der Wandelhalle. Beginn ist um 11 Uhr. Nach der Begrüßung durch Oberbürgermeister Kay Blankenburg und einem Grußwort von Landrat Thomas Bold hält Regierungspräsident Paul Beinhofer die Gedenkrede. Für die musikalische Umrahmung sorgt das Jugendmusikkorps der Stadt Bad Kissingen
Nach der Gedenkveranstaltung folgt eine Kranzniederlegung an der "Trauernden Germania", dem Denkmal gegenüber dem Kapellenfriedhof.
Im Deutschen Krieg von 1866 entlud sich der schwelende Konflikt zwischen Preußen und Österreich um die Vorherrschaft in Deutschland. Die süddeutschen Mittelstaaten, darunter auch Bayern, standen auf der Seite Österreichs. Die militärische Entscheidung des Krieges fiel auf dem Schlachtfeld von Königgrätz in Böhmen. Doch auch in Süddeutschland marschierten mehr als 150 000 Soldaten auf und lieferten sich blutige Gefechte. Die meisten davon fanden in Unterfranken statt, so am 10. Juli 1866 in und bei Bad Kissingen. Die amtlichen Verlustlisten nennen für diesen Tag 314 Gefallene, 1289 Verwundete und 623 Vermisste.
Ab 14 Uhr führt Gerhard Wulz durch den Kapellenfriedhof mit Gräbern der Gefallenen. Treffpunkt ist am Liebfrauensee vor dem Friedhofseingang.
Um 16 Uhr gibt es eine Führung im Museum Obere Saline durch die Sonderausstellung "10. Juli 1866: Das Gefecht bei Kissingen und die Folgen". Es führt Birgit Schmalz. red