Bei herrlichem Wetter und warmen Sonnenstrahlen konnten die Kinder des Thulbaer Kindergartens zahlreiche Gäste mit einem Lied in ihrem neuen Begegnungsgarten willkommen heißen. Aus einer Vision heraus sind bei der Planung durch den Kreisfachberater Dieter Büttner die vier Elemente Wasser, Feuer, Luft und Erde mit eingeflossen.

"Unser Ziel war es, sowohl die Kinder aus dem Kindergarten wie auch die aus der Schule mit einzubeziehen", erläuterte Ortsbeauftragter und 2.Bürgermeister Manfred Manger. Einige Unterrichtsstunden haben bereits im neuen Areal stattgefunden. Die Kinder des Kindergartens können in ihrem Garten mittlerweile die vier Jahreszeiten erleben. Demnächst ernten sie ihre ersten Kartoffeln.

Schlamperer für die Kinder

Dass die Kinder großen Spaß haben, stellten sie mit ihrem Volkstanz "dem Schlamperer" unter Beweis. Danach durften sie einen Baum pflanzen. Der Apfelbaum der Sorte "Alkmene", den der Kreisverband der Obst- und Gartenbauvereine gespendet hat, soll die Kinder immer an diesen Tag erinnern.

Starke Resonanz

Ortsbeauftragter Manfred Manger freute sich, dass "dieses mit viel bürgerschaftlichem Engagement geschaffene Werk nun seiner Bestimmung übergeben werden kann". Dem Vorsitzenden des Obst- und Gartenbauvereins, Herbert Büchner, der mit Manger Motor beim fleißigen Schaffen war, merkte man die Zufriedenheit an: "Ich mues erscht emol soch, dass ich richtig begeistert bin, auch weil soviel kumme sen". Von Anfang an - die Idee entstand im Mai 2011 - ging es den Initiatoren darum, die Kinder in das Projekt einzubinden. "Es macht immer wieder Spaß, wenn man sieht, mit welcher Freude sie in ihrem Garten werkeln", sagt Büchner.

Doch auch die ältere Generation soll sich wohlfühlen. Wann für die Senioren geöffnet ist, zeigt eine kleine Milchkanne an, die dann am Eingang hängt. Darüber freuen sich viele ältere Thulbaer. Ernst Klubertanz schlug sogar vor: "Jetzt hat wieder eine Wirtschaft zu gemacht. Man könnte doch für den Frühschoppen den Begegnungsgarten aufmachen".

Vorbildliche Gemeinde

Laut Landrat Thomas Bold ist Oberthulba "eine vorbildliche Gemeinde". Was hier passiert sei hervorragend und auch für den Landkreis schön. "Es sind Themen, die die Generationen betreffen." Erfreulich sei auch, dass sich hier die Gartenbauvereine mit viel Eigenleistung beteiligen. Ohne sie wäre vieles nicht möglich. Deshalb habe man auch den Kreisfachberater mit seiner Kompetenz eingebracht.

Pfarrer Jaroslaw Woch stellte vor der Segnung besonders die Schöpfung heraus. "Wo vor 100 Jahren die Klosterschwestern arbeiteten, das wurde jetzt von der Bevölkerung zu einem Begegnungsgarten verändert. Auch das ist Erhalt der Schöpfung Gottes. Die schöne Natur, die sich hinter der Kirche jetzt bietet ist ein Geschenk Gottes. Es soll für alle, die den Garten besuchen, für aufgeschlossene und hilfsbereite Herzen sorgen". Dass das Gelingen wird, dafür wurde mit den Fürbitten durch Wolfgang Halbig gebetet. Unter den Klängen der Musikkapelle Thulba-Reith segnete der Geistliche anschließend die neue Anlage. Bei herrlichem Wetter vergnügten sich Gäste und Ortsbevölkerung bis in die Abendstunden in ihrem neuen Begegnungsgarten.

Ehrenamtlich 33 Helferinnen und Helfer haben seit den ersten Anfängen über 1500 Stunden in dem Garten unentgeltlich gearbeitet.

Finanzierung Das Objekt kostet 50 000 Euro. Von diesen Kosten kommen 4000 Euro vom Gartenbauverein, 1200 Euro vom Bezirk Unterfranken, den Rest steuerte die Gemeinde Oberthulba bei.