Zur Ruhe kommen - wer wünscht sich das nicht in unserer scheinbar immer hektischer werdenden Zeit. Der Gesangverein "Harmonie" Arnshausen bot mit eingeladenen musikalischen Gästen am 3. Adventssonntag den Zuhörern in der Pfarrkirche St. Peter und Paul eine Stunde der Muße und des Innehaltens. Ein Programm, das die Musikgruppen aus dem Stadtteil abwechslungsreich gestalteten, erfreute auch mit Gedanken zur Adventszeit. Kinder brachten die den Texten entsprechenden Symbole wie Barbarazweige oder einen Lichterkranz in die Kirchenmitte.

Die Blaskapelle Arnshausen unter Leitung von Martin Rudolph versetzte die Besucher in Vivaldis "Winter" und stellte bei "Des Hirten Abendgebet" Marko Weingärtner am Tenorhorn als Solisten vor. Fabian Keller glänzte bei der "Kleinen Bergkirche" als Solotrompeter. Auch mit Pachelbels "Kanon" oder dem "Halleluja" von Cohen entführte die Blaskapelle die Zuhörer aus dem vorweihnachtlichen musikalischen Einheitsbrei.

Erstmals war die Akkordeongruppe von Michael Lukaszczyk dabei, die mit "Verwehter Glockenklang", einer Melodie aus "Nabucco" oder "White Christmas" und "Winterwonderland" Weihnachtsstimmung verbreitete. Besonderen Applaus erhielt die zwölfjährige Organistin Anne Rustler. Mit "Grand Coeur" und dem Präludium C-dur von Bach verzauberte sie die Gäste und mancher staunte nicht schlecht, dass einer "Dorfkirchenorgel" mit so zarten Fingern solch virtuoser Klang entlockt werden kann.

Die "Harmonie", die seit vielen Jahren im zweijährigen Turnus das Adventskonzert organisiert, schlug, unter dem Dirigat von Ewald Müller den musikalischen Bogen aus dem 17. Jahrhundert mit "Es kommt ein Schiff geladen" bis in die Moderne mit "Er kommt bei uns an". Hier taten sich beide Chöre gesanglich zusammen. Mit der Weise "Maria durch ein Dornwald ging" oder Dietrich Bonhoeffers "Von guten Mächten" weckte der Hauptchor die Erwartung auf Weihnachten. Auch der Eventchor ließ bei "Joy to the world"' weinachtliche Vorfreude aufkommen.

Dekan Thomas Keßler bedankte sich nach einer besinnlichen Einstimmung bereits am Anfang für die Spenden nach dem Konzert, die für die neue Heizungsanlage im Arnshäuser Kindergarten bestimmt sind. Das stimmgewaltige gemeinsame Schlusslied "Macht hoch die Tür" zeigte, dass Besucher und Mitwirkende ganz bei der Sache waren. Beim anschließenden Glühweinausschank vor dem altem Feuerwehrhaus war für jeden noch Gelegenheit zur Begegnung.